Berlin 2016: Eine Schneise der Verwüstung ist auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin zu sehen, nachdem der Attentäter Anis Amri mit einem Lastwagen über den Platz gerast war. dpa/Bernd von Jutrczenka

Wird das eine Klatsche für die Hinterbliebenen der Opfer oder soll hier echt aufgearbeitet werden? ARD Degeto und NeueSuper entwickeln gerade gemeinsam die Drehbücher für eine neue Serie über den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Das vermeldet das US-Branchenportal „Variety“.

Die sechs geplanten Folgen (Arbeitstitel der Serie lautet: „Breitscheidplatz“) drehen sich um die Frage, was noch alles hätte passieren können. Und damit wäre die Eingangsfrage auch schon vollends beantwortet: Es wird nicht aufgearbeitet, sondern rein fiktional interpretiert.

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Im Mittelpunkt des Ganzen sollen zwei Polizisten stehen, die bei ihrer täglichen Arbeit „beobachtet“ werden, so „Variety“. Produzent Simon Amberger von NeueSuper aus München sagte gegenüber dem Blatt: „Eine der entscheidenden Fragen, die der Anschlag aufwirft, ist, wie um Himmels willen konnte das alles passieren? Wie kam es bei den Sicherheitsbehörden zu diesen Fehlern?“

Im Mittelpunkt der Serie sollen zwei Polizisten stehen

Die Serie solle auch zeigen, wie aussichtslos der Kampf der Polizei manchmal sein kann. Es gehe ihm um Empathie, so Amberger.

Über die mögliche Besetzung der Rollen wurde nichts bekannt, ebenso wenig über die  Frage, inwieweit die Drehbuchautoren auf Zeugenaussagen und Dokumente aus dem Untersuchungsausschuss zurückgreifen wollen.

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Beim Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 starben elf Menschen, mindestens 67 Besucher wurden zum Teil schwer verletzt. Das zwölfte Opfer war der Fahrer des Lasters, mit dem der Islamist Anis Amri den Anschlag beging. Der 24-jährige Amri wurde am 23. Dezember 2016 bei einer Routinekontrolle in Italien von einer Polizeistreife erschossen.