Ben-Hatira bei der Vertragsunterschrift mit BAK-Präsident Ebubekir Han.
Ben-Hatira bei der Vertragsunterschrift mit BAK-Präsident Ebubekir Han. Foto: BAK07

Der BFC Dynamo ist Spitzenreiter der Regionalliga. Doch es wird ein ganz spannendes Meisterrennen. Denn Verfolger BAK 07 verstärkt sich, landet einen Transfercoup und verpflichtet Ex-Herthaner Änis Ben-Hatira (33). Nach sechs Jahren kehrt der offensive Mittelfeldspieler nach Berlin zurück.

Jetzt ist er wieder in seinem Kiez. Ben-Hatira verriet bei der Unterschrift für ein Halbjahres-Vertrag: „Mir lagen einige Angebote aus höheren Ligen vor. Ich habe mich bewusst für den Berliner AK entschieden, weil ich hier im Poststadion Geschichte schreiben möchte.“ Er will beim möglichen Aufstieg des BAK dabei sein.

Der ehrgeizige Vereinspräsident Ebubekir Han ist seit Jahren ein Fan des Deutsch-Tunesiers, jetzt hat er ihn und sagt stolz: „In den vergangenen Transferperioden war Änis immer ein Thema im Poststadion. Nun konnten wir ihn in intensiven Gesprächen von unserem Konzept überzeugen. Er wird uns mit seiner nationalen und internationalen Erfahrung bis Saisonende qualitativ verstärken.“

Skandal-Ende bei Hertha

Änis Ben-Hatira machte für Hertha 77 Spiele, traf dabei 17-mal.
Änis Ben-Hatira machte für Hertha 77 Spiele, traf dabei 17-mal. Foto: imago images/Contrast

Änis Ben-Hatira gehört zusammen mit Kevin-Prince Boateng, Patrick Ebert, Chinedu Ede und Ashkan Dejagah zu der goldenen Generation der Hertha-Akademie. Nach Zwischenstationen bei TeBes Jugend und dann dem HSV kam er 2011 zurück zu Hertha. Fünf Jahre lang spielet er für die Blau-Weißen in der Bundesliga und Zweiten Liga.

Sein Ende bei Hertha war unrühmlich. Damals schlug der manchmal aufbrausende Spieler im Mannschaftsbus Ex-Herthaner Mitchell Weiser ein Veilchen und musste gehen. Bei seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt gab er folgende Abschiedsworte: „Leider kommt so etwas im mit voller Emotionen geladenen Fußball mal vor. Ich habe mich dafür entschuldigt. Damit sollte die Sache aber nun auch durch sein. Schade ist nur, dass dieser Vorfall nun einigen Leuten aus dem Fußballbereich in die Karten gespielt hat, die mich seit längerer Zeit schon nicht mehr als Person in Berlin sehen wollten und mich nun als „Bad Boy“ dastehen lassen wollen.“

Nach einem halben Jahr in Frankfurt und einem halben Jahr beim SV Darmstadt verließ Ben-Hatira Deutschland, spielte in der Türkei, in seiner zweiten Heimat Tunesien, in Ungarn, dann beim Karlsruher SC und zuletzt beim griechischen Zweitligisten AE Larisa. Jetzt ist zurückgekehrt in seine Heimatstadt, in seinen Kiez. Mit Erfahrung und etwas mehr Gelassenheit will er am Ende seiner Karriere noch mal ein Ausrufezeichen setzen.

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