In dem Online-Shop seien etwa Erdnüsse in Dosen mit dem Aufdruck „Zyklon B - Giftgas“ vertrieben worden, sagte Schiermeyer. Weitere Einzelheiten wollte er wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen. Das Giftgas Zyklon B hatten die Nationalsozialisten insbesondere im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zur massenhaften Tötung von Häftlingen verwendet.
Anklage bereits 2011 erhoben
Gegen den Mann war laut Staatsanwaltschaft bereits im Jahr 2011 beim Amtsgericht Prenzlau Anklage wegen der Verbreitung von rechtsextremer Propaganda erhoben worden. Das Verfahren soll nun nach mehreren Verzögerungen am 20. September verhandelt werden.
Laut einem Bericht der BZ soll es sich bei dem Mann um den Bruder des AfD-Landtagsabgeordneten Jan-Ulrich Weiß handeln. Weiß kam als Nachrücker ins Potsdamer Parlament, als Alexander Gauland in den Bundestag einzog. Er stand davor selbst in der Kritik, weil er eine auch von der AfD als antisemitisch eingestufte Karikatur auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hatte. Die Partei strengte einen Parteiausschluss an, scheiterte damit aber.
Krankmeldungen und Nichterscheinen vor Gericht
Eine Sprecherin des Amtsgerichts erklärte, dass der Angeklagte sich mehrfach mit Krankmeldungen und Nichterscheinen vor Gericht den Verfahren entzogen habe. „Geschicktes verfahrensrechtliches Taktieren des vertretenden Anwaltes führt zu weiteren Zeitverlusten wegen Entscheidungen über diverse Rechtsbehelfe“, teilte sie mit. (dpa, BK)
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