Noch in der Hinrunde hätte er sich das kaum zu träumen gewagt. Lediglich im Pokal in Leverkusen kam er über die komplette Spielzeit zum Zug, in der Liga standen 49 Minuten als Einwechsler zu Buche. Vergangenheit.
Gegen Sandhausen kam der 31-Jährige als Teil einer Doppelsechs zum Zuge, nachdem er in den Wochen zuvor in einer Dreierabwehrkette ran durfte. Sein vierter Startelf-Einsatz in Serie. Eine Situation, die er zuletzt vor zwölf Monaten genoss. Seinerzeit laborierte der als Linksverteidiger gesetzte Kristian Pedersen an einer Muskelverletzung. Nach dessen Rückkehr rückte Parensen zurück ins zweite Glied.
Micha, der letzte verbliebene Aufstiegsheld von 2009, scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Dabei müsste der zweifache Familienvater derzeit eigentlich mit mangelndem Schlaf zu kämpfen haben. Töchterchen Cleo ist ja gerade einmal eineinhalb Monate jung. Doch Pare erledigt seinen Job auf dem Feld ziemlich ausgeschlafen, wie auch Trainer André Hofschneider anerkennend anmerkte. „Micha zeichnet ja aus, dass er universell einsetzbar ist, dass er im Spiel schnell Positionen bekleiden kann. Das macht ihn sehr wertvoll. Er verkörpert viele Dinge, die die Leute und die Fans animieren und schafft es auch, die Mitspieler immer wieder in die richtige Richtung zu bringen“, so Unions Chefcoach.
Auch die Kollegen schätzen seine unaufgeregte Art auf dem Feld. „Er kann ja viele Positionen spielen. Mit seiner Routine ist er schon sehr wichtig für uns und er ist sehr gut drauf“, zollte Christopher Trimmel Respekt.
Vielleicht sollte ihn Manager Helmut Schulte einfach mal ins stille Kämmerlein rufen und ihm ein neues Arbeitspapier vorlegen. Zwölf Monate sollten ihm noch mal vergönnt sein an der Wuhle.
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