Zweiter Brand in der Vorweihnachtszeit

Schon wieder hat eine Familie ihr Haus verloren

Bei dem Feuer in Johannisthal wurden ein Mann und eine Katze verletzt.

Andreas Kopietz und MP
Lesezeit 2 Min
Das Feuer weitet sich aus, die Flammen lodern im Dach.

Das Feuer weitet sich aus, die Flammen lodern im Dach.

© Morris Pudwell

Am Montagabend fing es in einem Schuppen unter einem Carport am Akeleiweg zu brennen an. Plötzlich standen unter anderem Fahrräder und Feuerholz lichterloh in Flammen.

Das Feuer griff auf den Carport und auf das Haus über. Als Nachbarn das Feuer auf dem in dritter Reihe gelegenen Grundstück bemerkten, hatten sich die Flammen schon auf den Dachstuhl ausgebreitet. 

Feuerwehr: „Es wurde sehr viel Wasser gebraucht“

Doch bis die Feuerwehrleute die Flammen löschen konnten, dauerte es noch weitere Zeit. Sie mussten lange Schläuche verlegen, vom Hydranten auf dem Bürgersteig bis ganz nach hinten auf das Grundstück. „Kurzfristig wurde sehr viel Wasser gebraucht, um ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu verhindern“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Deshalb sei zwischendurch ein Tanklöschfahrzeug angefordert worden, das aber dann doch nicht gebraucht wurde.

Noch apathisch: Katze „Lucy“, die eigentlich ein schneeweißes Fell hat. 

Noch apathisch: Katze „Lucy“, die eigentlich ein schneeweißes Fell hat. 

© Morris Pudwell

Angefacht wurden die Flammen nach Angaben von Feuerwehrleuten durch die mit PUR-Hartschaum gedämmte Außenfassade. Sogenannte Wärmdämm-Verbundsysteme stehen trotz massiver Werbung der Dämmstoffindustrie immer wieder bei der Feuerwehr in der Kritik, auch wenn diese als „schwerentflammbar“ gelten. Die Feuerwehr Frankfurt am Main hat auf ihrer Webseite ein Portal eingerichtet, auf dem sie bundesweit solche Brände dokumentiert.

Haus ist unbewohnbar

Der Hausbesitzer selbst hatte noch versucht, die Flammen zu löschen. Nach Angaben der Feuerwehr erlitt er dabei Brandverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Feuerwehrmann rettete außerdem die Hauskatze „Lucy“.
Am Dienstag begannen Ermittler des Brandkommissariats damit, den Schutt zu untersuchen, um die Brandursache festzustellen.

Das Feuer griff vom Carport auf das angrenzende Haus über.

Das Feuer griff vom Carport auf das angrenzende Haus über.

© Morris Pudwell

Das Haus ist jetzt unbewohnbar. Die Familie und die beiden erwachsenen Kinder, die darin lebten, kamen bei Verwandten unter. Ihr Weihnachtfest können sie nun nicht in ihrem Haus verbringen.

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