Zurück im Hertha-Glück Neuer Traum nach Traum-Comeback ist ein Stammplatz

Patty Ebert

Andreas Baingo Dajana Rubert
Lesezeit 2 Min

Berlin - Diese 30 Minuten von Karlsruhe wird Patrick Ebert (23) nie vergessen. Es ist sein Zweitliga-Debüt für Hertha BSC. Und was für eins. Bei fünf Toren steht der Joker nach 211 Verletzungstagen auf dem Platz, bereitet drei Treffer vor, jubelt, tanzt, hüpft, freut sich. Patty Ebert ist zurück im Hertha-Glück.Von diesem Glück wird Ebert regelrecht geküsst. Die erste Ballberührung, ein Querpass zu Raffael - Tor!Ebert rennt nicht zum Torschützen, um ihn zu umarmen, sondern feiert allein. Breitbeinig steht er da im Mittelfeld herum, fast unbeobachtet. Mit der rechten Handfläche schlägt er auf den Rasen. Einmal, zweimal, ein drittes Mal. Die Jubel-Säge folgt.Es ist der pure Spaß, es ist unbändige Freude. Ein wenig auch Erleichterung. Und das Signal: Schaut her, ich bin wieder da. Ich bin zurück. Es ist, als ob ich nie, nie, nie weggewesen wäre. "Es ist einfach ein super Gefühl, wieder bei der Mannschaft zu sein", sagt er.Es ist ein Traum. Doch dem folgt sofort der nächste. "Ich hätte noch eine Halbzeit spielen können", sprudelt Ebert hervor, "ich fühle mich gut, ich fühle mich stark, ich bin bereit für ein ganzes Spiel, ich traue mir auch 90 Minuten zu."Markus Babbel ist froh über den Schachzug, Ebert trotz dessen Scharrens mit den Hufen (er wollte schon viel früher wieder ran) gezügelt zu haben. Vielleicht wollte der Trainer auch nur Eberts Charakter testen, mit so einem Problem umzugehen. Jetzt kann sich Babbel zurücklehnen und über die fabelhafte Rückkehr einfach nur sagen: "Das ist eine tolle Geschichte, ich freue mich riesig für den Jungen."Zugleich aber bremst der Trainer den Himmelsstürmer weiterhin. "Natürlich war Patrick ungeduldig. Aber er muss sich erst wieder an den Rhythmus gewöhnen. Er braucht noch ein wenig Geduld."Doch Ebert will mehr. Möglichst schnell und möglichst viel. Er träumt von einem Platz in der Start-Elf schon im nächsten Spiel am Montag gegen Cottbus. Ebert bietet sich an: "Es ist mir egal, ob ich rechts oder links spiele." Für Babbel wäre er sogar "eine Zehn, ein Spielgestalter". Nur wohl noch nicht gleich. Lieber soll die Rückkehr ins Hertha-Glück von Dauer sein.------------------------------BU: Patrick Ebert darf wieder das tun, was ihm am meisten Spaß macht. Volle Pulle geht der Mittelfeldmann zum Ball und verhilft Hertha zum Super-Kick in Karlsruhe.

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