Zur Räumung am Mittwoch holt sich Berlin über 1000 Polizisten aus anderen Bundesländern

Liebig 14 Die letzte Schlacht im Häuserkampf

Claudia Keikus
Lesezeit 2 Min

Friedrichshain - Die Wut-Demo wurde zur Blut-Demo! 40 verletzte Polizisten, 17 Festnahmen, und in der Nacht ging der Ärger wegen der Räumung des links-alternativen Hausprojekts "Liebig14" gleich weiter: 200 Chaoten randalierten in Mitte. Eine Polizeistreife wurde überfallen. Der Krawall zur und nach Ende der Demo (KURIER berichtete) war wohl nur Vorgeschmack des Zorns der Besetzer, der sich zur Räumung entladen wird.Die Liebigstraße 14 ist eines der letzten besetzten Häuser Berlins. Am Mittwoch wird geräumt: Aber noch leben 25 Menschen in dem seit 1990 besetzten Haus. Sie haben laut eigenen Angaben keine Mietverträge, da die Erstbewohner längst verschwunden sind. Zudem wurden deren Verträge schon vor geraumer Zeit gekündigt.Trotzdem wollen sie nicht raus, beharren auf ihr links-alternatives Wohnprojekt. "Wir werden nicht kampflos gehen", hatten die Besetzer zur Demo am Sonnabend großspurig gedroht. Sie ließen es nach einem Krawalltag auch noch in der Nacht knallen: Ein Mob von 50 Leuten tobte. Gegen 21.15 Uhr flogen in der Neuen Schönhauser Straße Steine in ein Schaufenster, Minuten später in der Linienstraße. Das Haus gehört Edwin Thöne, dem Mitbesitzer der Liebigstraße 14. In der in der Kreuzberger Eisenbahnstraße wurden die Fenster einer Bank zerdeppert. Zu guter Letzt überfielen Vermummte eine Polizeistreife in der Revaler Straße - Autoscheiben kaputt.Für die Räumung am Mittwoch fürchtet die Polizei eine bundesweite Mobilisierung der linken Szene. Über 1000 Polizisten kommen aus Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und der Bundespolizei in die Hauptstadt. Die Chaoten kündigen stadtweite Krawalle und Störaktionen an.------------------------------BU: Gewalt-Ausbruch am Nachmittag. Steine und Feuerwerk folgen. Den ganzen Tag über wurden Polizisten mit grünen Laser-Pointen geblendet.Zitat: Chaoten haben im Internet bis zur Räumung am 2.2. weitere Aktionen angekündigt

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