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„Statt Sternstunde gab es Mondfinsternis“, resümierte die Vize-Chefin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön. „Fragen gab es genug – aber keine Antworten.“ Der Grüne EU-Politiker Reinhard Bütikofer sprach bei Twitter von einer „Farce“. Und viele Kommentatoren nannten die Vorstellung des Europaparlaments peinlich.
Das lag vor allem daran, dass Nachfragen nicht zugelassen waren. So hatte es EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani mit Zuckerberg vereinbart. Scharfe Fragen gab es durchaus. Warum habe Facebook die über 80 Millionen Betroffenen des Skandals um Cambridge Analytica nicht schon 2015 informiert? „Können Sie mich überzeugen, Facebook nicht als Monopol zerschlagen zu wollen?“, fragte EVP-Fraktionschef Manfred Weber. „Wie erklären Sie, dass die Zahl gefälschter Facebook-Accounts wächst?“, wollte der Sozialdemokrat Udo Bullmann wissen. „Können Nicht-Mitglieder von Facebook über sie gesammelte Daten einsehen – und wenn nein, warum nicht?“, so die Frage des Konservativen Syed Kamall. Und Verhofstadt mahnte: Zuckerberg müsse sich entscheiden, ob er in die Geschichte in einer Reihe mit Technologie-Innovatoren wie Apple-Gründer Steve Jobs und Microsoft-Gründer Bill Gates eingehen werde – oder als „ein Genie, das ein digitales Monster geschaffen hat, das unsere Demokratien und Gesellschaften zerstört“. Zuckerberg blieb die Antworten schuldig.
ROH
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