Zu viele Schwarzfahrer

BVG sucht Fahrschein-Checker für Bus-Flotte

Bisher sind die Fahrer für die Kontrolle der Fahrscheine zuständig.

BK
Lesezeit 2 Min
Fahrgäste steigen in den BVG-Bus der Linie M19 am Adenauerplatz (Archivbild). 

Fahrgäste steigen in den BVG-Bus der Linie M19 am Adenauerplatz (Archivbild). 

© imago/Stefan Zeitz

In Berliner Linienbussen soll es vom 1. November an Ticket-Kontrolleure geben. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) suchen derzeit in einer europaweiten Ausschreibung ein Unternehmen, das diese Aufgabe übernimmt. Laut Ausschreibung soll auf „hochfrequentierten Linien“ sowie an „Schwerpunkten“ kontrolliert werden - jeden Tag von 12.00 Uhr bis 20.30 Uhr.

Der „Tagesspiegel“ berichtete am Samstag von den Plänen.
Bislang sind die Busfahrer für die Fahrkartenkontrolle zuständig. Allerdings schauen nicht alle immer genau auf die Tickets.

Einstieg soll überall möglich sein

Zudem plant der Senat, dass Busfahrgäste künftig nicht mehr alle beim Fahrer einsteigen müssen. Stattdessen sollen sie in der Hauptverkehrszeit alle Türen nutzen, wie vor einigen Monaten aus einer Antwort des Verkehrsstaatssekretärs Jens-Holger Kirchner auf eine Anfrage der CDU-Fraktion hervorging.

Die Fahrgäste sollen so schneller einstiegen und sich besser im Bus verteilen. „Es kommt im vorderen Teil des Fahrzeugs schnell zu Staus“, schreibt Kirchner. Auf Linien mit vielen Fahrgästen gehöre der unkontrollierte Zustieg schon zur täglichen Praxis.

SPD, Linke und Grüne hatten in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben: „Der Einstieg beim Bus soll in der Hauptverkehrszeit grundsätzlich an allen Türen erlaubt werden.“ (dpa)

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema