Großer Alarm in der Almstadtstraße in Berlin-Mitte. Am Mittag war die Zufahrt durch jede Menge Wagen der Polizei und Feuerwehr gesperrt. Autos wurden umgeleitet. Die Münzstraße war dicht. Der Grund für den Auflauf: Ein weiteres Mal ist auf den Gehweg eine Kehrmaschine der BSR eingebrochen.
Der Winter und Unterspülungen haben dem Boden zugesetzt
Der Fahrer der Maschine steht noch ein wenig geschockt neben seinem Fahrzeug. Einen richtig großen Schreck habe er bekommen, als auf einmal ein Hinterrad seines Gefährts in dem plötzlich entstandenen Loch auf dem Gehweg verschwand, sagt der BSR-Mann. Als er aussteigt, sieht er das Drama. Ein etwa ein Meter großes Loch hat sich unter der schweren Maschine aufgetan.
„Nun wollte ich hier den Splitt wegfegen, die Berliner beschweren sich schon, und dann so was.“ Seine Kehrmaschine wiege voll mit den kleinen Steinchen gute zweieinhalb Tonnen, sagt der BSR-Mitarbeiter.
Absperrungen werden rund um die Einbruchsstelle in der Almstadtstraße eingerichtet.
© Hildebrandt
Bei seinen Touren sehe er öfter tiefe Löcher unter den Platten auf dem Bürgersteig. „Der Winter und Unterspülungen haben dem Boden zugesetzt“, sagt der Mann. „Das wird wohl noch öfter passieren.“
Erst vorgestern hatte ein identischer Vorfall vor dem Shoppingcenter Das Schloss in Steglitz für Aufsehen gesorgt.
Nun rückten zwei Rüstwagen der Feuerwehr und mehrere Einsatzwagen in Mitte an. Polizisten der Fahrradstaffel sperrten die Zufahrt zur Münzstraße.
Ein Loch klafft im Bürgersteig in Berlin-Mitte, eine Kehrmaschine ist eingebrochen
© Hildebrandt
Mit einem Gewicht von zweieinhalb bis drei Tonnen sind die BSR-Kehrmaschinen schwerer als ein Kleinwagen. Der Untergrund in Berlin ist nach dem frostigen Winter und dem darauffolgenden Regen nicht immer stabil. Der Fahrer der Unglücksmaschine kennt das Problem. „Oft sind auch Leitungen neu verlegt worden und die Baugruben wurden nicht ordentlich verdichtet wieder geschlossen“, sagt er. Er sei nur froh, dass seine Maschine nicht umgekippt sei.
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