Zoff mit den Nachbarn

Muttersöhnchen wird zum Rächer

Die Mutter hat Zoff mit den Nachbarn, da zündelt Leonhard J. (49) los.

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min
Der Angeklagte Leonhard J. (49) vor Gericht.

Der Angeklagte Leonhard J. (49) vor Gericht.

© Olaf Wagner

Als ehrliche Haut zeigte er sich nun vor dem Richter: „Es stimmt, ich wollte das Auto anzünden.“ Weil seine Mutter ständig über die Nachbarn geschimpft habe.

Der Sohn: „Das Meckern ging mir sehr auf die Nerven.“ Außerdem sei er auch „neugierig“ auf so ein Abbrennen gewesen. 

Das Schlimmste konnte verhindert werden

15. Dezember. Die Eheleute R. aus der Hosemannstraße (Prenzlauer Berg) wollten gerade frühstücken. Ingrid R. (78): „Als ich eine Kerze anzünden wollte, sah ich einen Mann an unserem Auto.“

Sie erkannte schnell: Der Typ führte Böses im Schilde. Die Frau: „Ich sah ein kleines Feuer.“ Sie rief ihren Mann. Sie gestikulierten in Richtung des Täters. Der lauerte an der Hausecke, wartete auf den Knall. Das Öl aber brannte zum Glück nicht. Das Feuer erlosch.

Psychische Probleme bei Mutter und Sohn

J. lebte bis dahin bei seiner Mutter (78). Der Sohn: „War bequemer.“ Hotel Mama: „Sie hat viel gemacht.“ Zuletzt sei es ihr aber nicht so gut gegangen. Der Sohn: „Sie dachte, die Nachbarn hätten irgendwelche Störgeräte.“

Eheleute R. können sich den Feuer-Angriff nur mit den psychischen Problemen von Mutter und Sohn erklären: „Wir hatten früher ein gutes Verhältnis.“ Die Anklägerin strebt nun die Unterbringung von J. in der Psychiatrie an. Fortsetzung: Mittwoch. KE. 

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