Ist das moralisch vertretbar? Ist das überhaupt legal? Viele verurteilten die krasse Aktion des ZPS. Nun stellt sich heraus: Alles ein ausgeklügelter Trick, damit sich Nazis selbst bloßstellen.
Auf der Website, auf der zuvor Fahndungsfotos prangten, erklärt das ZPS nun sein Vorgehen:
In monatelanger Recherche habe das Kollektiv zahlreiche Demo-Teilnehmer identifizieren können. Der Rest sollte sich möglichst selbst zu erkennen geben. Die vermeintliche Datenbank mit Fotos von identifizierten Nazis diente demnach dazu, dass Nazis ihren eigenen Namen eingeben sollten um zu kontrollieren, ob über sie Informationen gesammelt wurde.
Auf der Website heißt es: „Viele von Euch braunen Mobbern haben die Suchfunktion genutzt und oftmals zuerst den eigenen Namen gesucht. Die Suchdaten wurden gemäß Datenschutzbestimmung wie bei allen Web-Suchdiensten mitgeloggt (...)“
Mittels Netzwerkanalyse und Datenvisualisierung seien dann Freundeskreise, Knotenpunkte, Mitläufer und Aufenthaltsorte einfach auswertbar gewesen.
„Danke, liebe Nazis!“
„Honeypot“ nennt sich sich die Methode, mit der ein Ziel – in diesem Fall Nazis – sowohl abgelenkt als auch in die Falle gelockt werden sollen.
Im Fall von „Soko-Chemnitz“ scheint die Falle erfolgreich zugeschnappt zu sein. Das ZPS bedankt sich auf seiner seiner für das „vorzeitige Weihnachtsgeschenk“: „Danke, liebe Nazis!“
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