„Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen“, heißt es.
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Der Zoff um ein paar Verse des Schriftstellers Eugen Gomringer (93) hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Die Stiftung Brandenburger Tor vergleicht die Sexismus-Zensur durch die Studenten mit der der Nazizeit und zeigt das Gedicht an der Fassade des Max Liebermann Hauses. Liebermann war ein jüdischer Maler, der 1933 in Ungnade fiel.
Bis Mitte April soll das Banner neben dem Brandenburger Tor hängen bleiben. „Wir sind gegen die Eliminierung des Kunstwerks“, so Stiftungssprecherin Irmela Wrogemann. Es heißt in einer Mitteilung sogar: „Auch die Kunst von Max Liebermann wurde einst in deutschen Museen abgehängt und der Öffentlichkeit vorenthalten. Die Zensur von Kunst hat in Deutschland eine verheerende Tradition und darf sich nicht wiederholen.“ Das sind schwere Geschütze, die Stiftung auffährt. Die Stiftung wolle aber so zur Diskussion anregen.
Das Aushängeschild der Hochschule
Das war passiert: In spanischer Sprache hatte der bolivianische-schweizerische Schriftsteller Gomringer Alleen, Blumen und Frauen gleichgesetzt. Sein Gedicht hängt seit 2011 an der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule am U-Bahnhof Hellersdorf. Es muss im Herbst übermalt werden. Denn vielen Studenten ist es zu sexistisch.
Das Gedicht an der Hochschulfassade.
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Die Entscheidung hatte für Diskussionen gesorgt. Kultursenator Lederer (Linke) findet die Zensur „falsch und misslungen“. Eine Hochschulsprecherin verteidigte: „Die Frage ist, ob das Gedicht als Aushängeschild zur Hochschule passt.“
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