Bei 14 Grad und dunklen Wolken hat man andere Pläne, als sich im Sommergarten der Messe Berlin die Füße platt zu stehen. Der erste Drang, wieder ins wohlige Heim zu flüchten, ereilte mich beim Möchtegern-Rapper Nico Suave. Erst sein „Wie Könige“ und zwei sauteure Aperol Spritz überredeten mich zu bleiben.
Glühwein wäre auch besser gewesen – bei 14 Grad (gefühlt minus 2). Und um kurz nach 20 Uhr kamen der Regen und Xavier Naidoo gemeinsam auf die Bühne. Der Regen ging wieder. Bei vielen Naidoo–Texten rollen sich mir die Fußnägel auf. Am Sonntag erlebte ich den „Ich–mach–mir–mit–Kumpels– schöne–Tage–in–Südafrika– und–sing–meinen-Song“–Einlader als exzellenten Musiker. Der Sound war perfekt, die Stimmung bei weitem nicht so eisig, wie das Wetter.
Aber: Es war das letzte Open–Air–Konzert von Naidoo und Band in diesem Jahr, man spürte die Müdigkeit zum Schluss. Mein Tipp: ausgewählte Lieder zuhause laut aufdrehen. Das rockt dann auch. KK
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