Mit einer Einladung zu einem spontanen Frühstück hatte der Polizeieinsatz am frühen Dienstagmorgen nichts zu tun. Gegen 2.15 Uhr waren mehrere Streifen zur Ecke an der Adalbertstraße gerufen worden. Sie sollten dort einen Streit schlichten, der immer heftiger wurde.
Eierwürfe auf Polizisten
Als die Beamten eintrafen, hatte sich der Streit längst zu einer handfesten Prügelei entwickelt. Zwei Männer waren aufeinander losgegangen. Die Fäuste flogen so heftig, dass einer der beiden von Rettungssanitätern behandelt werden musste. Während sich die Feuerwehrleute um den Jugendlichen kümmerten und Polizisten den anderen befragten, schleuderten Anwohner mit voller Wucht Eier auf die Beamten. Sie schlugen wie aus heiterem Himmel neben den Männern und Frauen auf. Nur mit Mühe konnten die Beamten vor den Hühnerprodukten in eine Unterführung sowie hinter eine Hauswand in Deckung gehen. Getroffen wurde glücklicherweise niemand. Aber einige weiße und braune Eier platzten auf den Einsatzfahrzeugen. Versuche, die Werfer zu kriegen, gelangen nicht. Der oder die Eierwerfer konnten, trotz Ableuchtung der Fassaden mit Taschenlampen, nicht gefunden werden.
Menschen wurden nicht verletzt. Allerdings bekamen die Autos einige der Eier ab.
© Pudwell
Die Zahl der im Dienst geschädigten Beamten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Waren es 2017 noch 6759 Delikte, bilanziert die Polizei für das vergangene Jahr 6959 Übergriffe. 4512 davon waren Widerstandshandlungen. 709 tätliche Angriffe und 1314 Körperverletzungen.
Der Paragraf 114 des Strafgesetzbuches ermöglicht es, Angriffe auf Polizisten mit bis zu fünf Jahren Haft zu bestrafen. Seit Mai 2017 werden Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte härter bestraft. Genutzt hat das bisher noch nicht so richtig. Das beweisen die Zahlen. Die werden sicherlich weiter steigern.
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