1:0 beim VfL Bochum, 4:1 gegen den FC Heidenheim. Hertha BSC erwischt einen Traumstart und wird zur siegreichen Wundertüte der Zweiten Liga. Topstars weg, totaler Kaderumbruch und plötzlich gewinnt dieses blau-weiße Team nicht nur. Es sieht dabei auch noch gut aus. Was für ein wundersamer Wandel.
Kolbe: „Wenn jeder sich an Plan hält, sieht es gut aus“
Doch mit Magie hat das nicht viel zu tun, sondern einfach nur mit Disziplin, harter Arbeit und einem neuen Teamgeist. Wie konnten die Blau-Weißen den Bundesliga-Absteiger FC Heidenheim so in der ersten Halbzeit überrollen? Verteidiger Niklas Kolbe hat erstmal eine einfache Erklärung: „Es liegt daran, dass jeder wieder seine Aufgabe zu 100% erledigt hat. Wenn sich jeder an dem Plan hält, dann sieht es oft gut aus.“
Vergangene Saison sah vieles nicht so gut, nicht so dynamisch aus. Trotz Feldüberlegenheit wurde es am gegnerischen Strafraum oft kompliziert und dann erfolglos. Auf die Frage, ob sich damals nicht jeder immer an den Plan gehalten hat, kommt dieser Kolbe-Satz: „Doch, aber nicht so als Gemeinschaft. Wenn man sieht, dass wenn jeder wirklich für den anderen kämpft, beißt und jeder dem anderen alles gönnt, dann kommt genau sowas dabei raus.“
Die Hertha-Fans in der Ostkurve feiern mit den blau-weißen Profis das 4:1 gegen FC Heidenheim.
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Kolbes Vergleich mit der vergangenen Saison
Nicht so als Gemeinschaft. Ich habe da genau hingehört. Was heißt das?Die Topstars wie Fabian Reese, Michael Cuisance und Kennet Eichhorn sind nicht mehr da. Es ist kein Vorwurf gegen die drei, sondern eigentlich genau das Gegenteil. Der Rest der Mannschaft hatte sich zu sehr auf sie verlassen. Die mentale Ausfahrt gibt es jetzt nicht mehr.
Jeder ist gefragt und dieses neue Bewusstsein ist in den Köpfen drin. Kolbe sagt es knallhart: „Wer seinen Zweikampf nicht gewinnt, ist schuld, wenn irgendwas passiert. So bin ich immer zu 100 Prozent drin. Da kannst du nie abschalten, du musst immer bei deinem Mann sein.“ Bei Hertha wächst gerade etwas zusammen und mit jedem Sieg geht es noch schneller. Viel schneller, als viele vor der Saison gedacht haben.
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