Nachdem Wowereit auch bei der Amtseinführung von Erzbischof Woelki wegen Wahlkampfs verhindert war, findet CDU-Chef Frank Henkel, Katholik wie Wowereit, dessen Äußerungen fragwürdig. „Sich mit ,großem Verständnis’ an die Seite der Papstgegner zu stellen, geht schon über das hinaus, was ich von einem Regierenden Bürgermeister erwarten würde. Zumal es sonst so ist, dass es so klare Worte von ihm in keiner anderen Frage gibt.“
Dr. Rainer Kampling, FU-Professor für Katholische Theologie: „Die Äußerungen sind zumindest ungewöhnlich, man fragt sich, was sie sollen. Es handelt sich um einen Staatsbesuch und ich kann mich nicht erinnern, dass der Regierende Bürgermeister sich bei anderen Staatsbesuchern entsprechend geäußert hätte.“
Dabei hätte es bei dem einen oder anderen sicher auch etwas zu sagen gegeben. Kampling meint aber auch: „Es ist Wahlkampf, jeder profiliert sich so gut er kann.“
Allerdings vermittle Wowereit so schon den Eindruck, lieber bei den Demonstranten als beim Empfang für den Papst dabei sein zu wollen.
Die Demo am 22. September soll nicht wie geplant zum Brandenburger Tor führen dürfen, berichtet der „Spiegel“.
54 Organisationen haben zu der Demo aufgerufen, die während der Rede Benedikts XVI. im Bundestag laufen soll. Der Zug solle sich am Homosexuellen-Aufzug zum „Christopher Street Day“ orientieren.
GL
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