Für die Dokumentation „Worldwide Berlin“ reisten Filmemacher rund um den Globus, um Berliner in ihrem Alltag zu begleiten. Beim Zähneputzen, Fische fangen, Goldschürfen, im Taxi, beim Kochen und mit Freunden. Die Berlin-Weltreise ist am 6. Januar (20.15 Uhr) im RBB-Fernsehen zu sehen.
Die dreistündige TV-Reise zeigt einen Tag in sieben Orten auf fünf Kontinenten. Es geht nach El Salvador und Bolivien, ins afrikanische Guinea , zum Pazifik-Idyll von Papua-Neuguinea, ins US-amerikanische Ohio und ins eisige Russland.
Wie lebt es sich in fremden Welten? Es ist ein Format für alltagspoetische Momente und ruhiges Erzählen. Ein russischer Busfahrer beim Eisangeln: „Man sitzt hier, man unterhält sich. Das hält gesund.“ Später geht es um Pelmeni: Ob die Teigtaschen zu salzig geraten?
In El Salvador träumt die junge Rocio Romero davon, „Miss Berlin“ zu werden. Die Stadt wirkt lebendig, aber viele Bewohner suchen ihr Glück in den USA.
In der Einsamkeit Boliviens hüten die Menschen in 4000 Meter Höhe Lamas, von denen Wolle gewonnen wird. Achtung, wenn die Tiere die Ohren nach hinten klappen: Dann haben sie schlechte Laune, wie ein Bewohner erklärt. Den Namen soll das Dörfchen angeblich bekommen haben, weil ein Berliner Radfahrer dort 1949 eine Panne hatte.
In den USA gibt es viele Berlins, was mit deutschen Einwanderern zusammenhängt. In Ohio führt Jo Ann Hershberger ihren Christmas Shop vor, wo die Weihnachtsbäume in der Deko fast versinken. Ein Stück der echten Berliner Mauer besitzt sie auch. Im gleichen Ort lebt Wayne Miller, der sich an die Regeln der Amish-Glaubensgemeinschaft hält – einen weitgehenden Verzicht auf moderne Technik. Er zeigt, dass seine Pferdekutsche moderne Blinker hat.
In Guinea findet es eine Berlinerin schwierig, dass Männer mehr als eine Frau haben dürfen. „Wenn er eine neue Zweitfrau hat, ist es, als ob sich die erste Frau mit frischem Mist eingerieben hätte.“ In der Nähe des Dorfes wurde angeblich Gold gefunden. Mit bloßen Händen graben die Männer in der abenteuerlichen Mine nach einem Klumpen Glück. Dorflehrer Marifal Cissé fragt seine Schüler, wer einmal ins deutsche Berlin möchte. Da reißen die Kinder die Hände hoch.
Im Internet werden in einer Web-Dokumentation schon vor der Ausstrahlung der Fernsehsendung unter worldwideberlin.com elf Berlins vorgestellt.
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