Vor 22 Jahren hatte Star-Architekt Hans Kollhoff eine Vision. Zehn Wolkenkratzer rund um den Alexanderplatz, jeder sollte 150 Meter in den Himmel ragen. Realisiert wurde bisher keiner, doch vom Tisch ist der „Turm-Masterplan“ noch lange nicht.
So gibt es auch Ausbau-Überlegungen für die Galeria Kaufhof. Ein Konzern-Sprecher bestätigte dem KURIER: „Das Unternehmen ist von der erstklassigen Standortqualität und den Potenzialen unseres Hauses am Alex überzeugt. Für alle unsere Weltstadthäuser prüfen wir fortlaufend Chancen der Weiterentwicklung.“ Konkreter wird die Senatsbauverwaltung. „Der Bebauungs-Plan sieht eine Ausdehnung bis zur Karl-Liebknecht-Straße vor. Ob es ein 150-Meter-Turm wird, liegt in der Entscheidung des Kaufhof-Konzerns“, so Sprecher Martin Pallgen.
Berlin will unbedingt Wolkenkratzer am Alex haben. Das zeigt der Zuspruch für jene zwei Türme, deren Baustart knapp bevorsteht. Der erste soll am Saturn-Gebäude entstehen. Verantwortlich für den Turm in Korkenzieher-Form ist US-Investor Hines. Hochhaus-Kontrahent „MonArch“ aus Russland will seinen Turm neben dem Alexa in die Höhe wachsen lassen. Fertig könnte er schon 2018 sein. Beim Hines-Turm verzögert sich der Baustart, wegen Befürchtungen, dass der darunterliegende U5-Tunnel die Last nicht tragen könnte. Die BVG sagen dazu: „Wir verhandeln mit dem Investor.“ Worüber genau, dürfe man wegen der laufenden Verhandlungen nicht sagen.
Was kommt oder nicht, könnte sich im Juni entscheiden – beim Alex-Gipfeltreffen zwischen Politikern und Investoren.
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