Potsdam - Wolfgang Joop (66) ist einer der erfolgreichsten Modedesigner Deutschlands. Bei seinem Label jedoch scheinen die Geschäfte nicht richtig gut zu laufen. Das Unternehmen "Wunderkind" wird zum Sorgenkind. In den vergangenen Wochen wurden Mitarbeiter entlassen und die für Frühjahr geplante Modeschau wird vermutlich gestrichen.1999 gründetet Joop die Firma, nachdem er zuvor 95 % seiner Anteile an der Marke "Joop!" verkauft hatte. Mit einem Team von 30 Leuten kreierte er in seiner Villa hochwertige Bekleidung (Roben ab 3000 Euro), zeigte sie auf Shows in New York, Paris. Jetzt wird der Firmensitz nach Berlin verlegt.Joop hält an "Wunderkind" 50 Prozent. Die andere Hälfte gehört dem Investoren-Ehepaar Hans-Joachim und Gisa Sander. Die steigen 2007 ein. Joop selbst trat 2010 als Geschäftsführer zurück. Nachfolger Markus Hennig kündigte jetzt ein neues Konzept für das Unternehmen an: "Es muss ertraglich noch besser umgesetzt werden." Künftig sollen Joops Kollektionen und Kosmetik nur in eigenen Boutiquen (in Berlin, Sylt, London) über den Ladentisch gehen.Laut "Spiegel" sei nach Insider-Angaben "das Schicksal der Firma völlig offen". Hennig dagegen betont: "Die Marke Wunderkind wird es auch in Zukunft geben." Zwischen Joop und den Wella-Miterben Sander war es zuvor zu Unstimmigkeiten gekommen. Joop mahnte offenbar vereinbarte Investitionen an. Seinen Partnern ging es wohl um Rendite und Umsätze.------------------------------Zwischenzeile: ÄRGER UM INVESTITIONEN, RENDITE UND UMSÄTZE
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