Wohnheim evakuiert

Wasser-Alarm: Alle raus!

Heizungsrohr in Studenten-Wohnheim mitten in der Nacht geplatzt: 100 Menschen evakuiert, Gebäude gesperrt

ERIC RICHARD und PHILIPPE DEBIONNE
Lesezeit 2 Min
Das Q216 an der Frankfurter Allee

Das Q216 an der Frankfurter Allee

© dpa Lizenz

Am frühen Sonntagmorgen gegen sechs Uhr wurden die Bewohner des Luxus-Wohnheims (Einbauküchen, modernste Bäder und WLAN im ganzen Haus) von den Rettungskräften geweckt und anschließend evakuiert. „Das Wasser lief die Wände runter, das war unglaublich“, so der 32-jährige Adrian K. Wie auch sein Zimmer standen insgesamt sechs Etagen des ehemaligen Bürokomplexes an der Frankfurter Allee komplett unter Wasser. Die Feuerwehrleute befürchteten einen Gebäudeeinsturz – und evakuierten.

Bei gerade mal vier Grad Außentemperatur wurden die rund 100 Bewohner zunächst in einer gegenüberliegenden Tankstelle, anschließend in einem Versorgungsbus der Feuerwehr untergebracht und notversorgt. Nachdem das Q216 am frühen Vormittag schließlich leergepumpt war, fanden die Rettungskräfte gemeinsam mit dem Hausmeister auch den Grund für die Überschwemmung: Ein geplatztes Heizungsrohr im sechsten Stock.

Erst gegen Mittag gab die Feuerwehr dann schließlich Entwarnung: Das Gebäude ist nicht einsturzgefährdet, alle Mieter durften zurück in ihre Wohnungen. Jetzt wird das gesamte Gebäude in den nächsten Tagen von den Bewohnern und einer Spezialfirma trockengelegt. Auch die defekte Heizungsanlage soll so schnell wie möglich repariert werden.

Die Frankfurter Allee war gestern Vormittag in dem Bereich des Q216 wegen der Einsatzarbeiten nur einspurig befahrbar.

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