WM-Titel weg - Amerika-Traum geplatzt

Glowacki schickt Marco Huck in die Seile

Rumms! Eine Sekunde lang hatte Marco Huck nicht aufgepasst – und fand sich in den Ringseilen wieder! K.o. nach 2:39 Minuten in der 11. Runde.

R. Miller
Lesezeit 3 Min
So böse wurde Marco Huck noch nie verhauen. Die harten Treffer des Polen Krzysztof Glowacki beendeten den Kampf vorzeitig.

So böse wurde Marco Huck noch nie verhauen. Die harten Treffer des Polen Krzysztof Glowacki beendeten den Kampf vorzeitig.

© Getty Images Lizenz

Sichtlich benommen saß und stand Huck nach den bösen Niederschlägen in seiner Ecke und schaute fassungslos, wie Krzysztof Glowacki mit dem Gürtel durch den Ring hüpfte. Nach dem Duschen hatte sich der 30-Jährige aber schon wieder gefunden.
Huck: „Schade! In den letzten Runden lässt die Konzentration nach und man fängt sich auch mal einen. Und da war ich jetzt mal an der Reihe. Aber es geht weiter. Ich werde zurückkommen. Auch das Abenteuer USA ist für mich noch nicht beendet.“

Schließlich hat er selbst bei einigen Siegen viel schlechter geboxt als bei der dritten Niederlage im 42. Kampf. Und die Fans in den USA wollen genau solche Kämpfe sehen. Von der ersten Sekunde an schenkten sich zwei echte Fighter im Prudential Center in Newark nichts. Huck kam zwar schwer in den Kampf rein, übernahm aber ab der 5. Runde klar das Kommando und lag bis zum K.o. nach Punkten auch vorn.

Als er den Polen in der 6. Runde am Boden hatte, roch es sogar nach einem vorzeitigen Sieg. Aber Glowacki verpasste Huck direkt nach dem Anzählen gleich eine satte Linke und war damit sofort wieder im Kampf zurück. Huck: „Da wollte ich finishen, habe aber zu sehr überpacet.“

Ulli Wegner: Marco soll zurückkommen

Was ihm vielleicht mit Ulli Wegner in der Ecke statt am Sky-Mikrofon nicht passiert wäre. Sein einstiger Coach litt als Co-Kommentator unheimlich mit. Wegner: „Das hat mich hier natürlich alles auch persönlich berührt. Und ich wünsche mir, dass Marco noch mal zurückkommt.“

Während des Kampfes stöhnte der 73-Jährige vor allem über die zu offene Deckung. Wegner: „Ich will nicht den Schlaumeier spielen. Aber mir wurde erzählt, dass an der Defensive gearbeitet wurde. Nur habe ich davon nichts gesehen. So offen darf man sich nicht präsentieren. Das muss er mit seiner Erfahrung besser organisieren.“

Nun muss Käpt’n Huck erst einmal die Schlagseite aus dem Kopf bekommen. Sicherheitshalber wurde er im Rutgers University Hospital noch untersucht. Statt hoch ins Schwergewicht, sollte Huck besser einen Rückkampf angehen! Huck vs. Glowacki II wäre nach dem packenden Duell in den USA gewiss zu vermarkten. Und Huck hat immer noch genug Dynamit in den Fäusten, um beim Wiedersehen Glowacki in die Ringseile zu schicken.

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