Paris - Es ist ein sonniger Morgen in Frankreichs Metropole. Bis auf 32 Grad klettert das Thermometer auch an der Seine. Im schwarzen T-Shirt mit dem Abbild von James Dean kommt Bayern-Star Franck Ribery zum Verhör wegen seiner Lolita-Affäre. Danach wird dem Dribbelkünstler flau im Magen: Nach der Befragung leiten die Beamten Ermittlungen gegen ihn ein.Sieben Stunden war der Bayern-Star in Polizei-Gewahrsam. Erst nach einer Vorführung bei Untersuchungsrichter Andre Dando kam er wieder auf freien Fuß. Einzelheiten des Verhörs in der Abteilung zur Verfolgung von Prostitution wurden nicht bekannt. Doch es muss schon zur Sache gegangen sein, denn die Polizei ermittelt nun gegen ihn. Der Vorwurf: "Kontaktaufnahme zu einer minderjährigen Prostituierten."An diesen Ausgang hatte er um 8.45 Uhr sicher nicht gedacht, als er an diesem wunderschönen Tag in Paris zum Termin fuhr.Ribery wird von seiner Anwältin Sophie Bottai begleitet. Es wird ein heißer Termin. Ein ganz heißer. Weil der 27-Jährige Sex mit einer minderjährigen Prostituierten hatte, droht ihm in seiner Heimat Haft bis zu drei Jahren und 45 000 Euro Strafe. Für Riberys Anwältin spiegelt das Verfahren nur die Enttäuschung der Franzosen über den desaströsen Auftritt der Ribery und Co. bei der WM in Südafrika wider. "Es gibt keine Beweise. Das einzig Neue ist nur, dass die WM vorbei ist und die Franzosen schlimm gespielt haben", wettert Bottai.Der verheiratete Familienvater hatte bereits zugegeben, Kontakt zu Zahia D. gehabt zuhaben. Allerdings beteuerte er, dass die Edel-Hure ihn über ihr wahres Alter getäuscht habe.Doch das muss er der JustizBehörde und nun auch den Ermittlern erst einmal glaubhaft machen. Die Polizei geht auf Nummer sicher, befragt Ribery. Das dürfen die französischen Behörden, wenn es Hinweise auf eine Straftat gibt.------------------------------BU: In Begleitung zweier Bodyguards erreichte Franck Ribery das Gebäude, in dem er befragt wurde. Er kam aus dem Staunen nicht heraus und musste einsitzen.
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