Willkommen zurück im Profiboxen, Michael Timm! Bei der Titelverteidigung von Tyron Zeuge gegen Isaac Ekpo (Samstag, 22.50 Uhr) steht der Star-Trainer zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder bei den Profis in der Ecke. Endlich kann er sich zeigen – neben Jürgen Brähmer, der Tyron seit einem Jahr betreut.
Trainer Michael Timm darf nun auch offiziell wieder mitmischen.
© imago/Mausolf
„Ich bin glücklich, dass wir als olympisches Boxen wieder mit den Profis zusammenarbeiten und dass ich in der Ecke sein darf“, sagt Timm, Cheftrainer der olympischen Boxer am Bundesstützpunkt Schwerin. Bis vor kurzem waren sich Amateure und Profis spinnefeind. Trainer durften nicht gleichzeitig Amateure und Profis betreuen. Heimlich arbeitete Timm bei Tyrons letztem Kampf im Hintergrund. Der 54-Jährige, der früher beim Boxstall Universum Brähmer, Felix Sturm, Ina Menzer und Ruslan Chagajew zu Weltmeistern machte, schrieb Trainingspläne für den Berliner, formte ihn bei der Tatzenarbeit.
Nun setzen Amateur-Welt- und Deutscher Boxsport-Verband auf Kooperation. Über Tyron sagt Timm: „Er ist ein absolutes Talent. Wir wissen ja, dass Talente nicht leicht zu führen sind, weil denen alles ein bisschen leichter fällt. Aber Jürgen Brähmer hat absolut positiven Einfluss. Er kann Tyron in die Schranken weisen, wenn der Dinge zu locker sieht.“ Brähmer berichtet: „Tyron hat 150 Sparringsrunden in den Knochen, seine Gegner wollten am Ende nicht mehr.“ Sieht nach einem ruhigen Comeback-Abend für Timm aus. KAH
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com