Berlin - Vergessen sind die Tränen aus dem vorigen Sommer. Verarbeitet ist die Trauer nach dem Abstieg in die 3. Liga. Der FC Hansa ist wieder da. Der Sprung zurück in die Zweite Liga winkt. Manager Stefan Beinlich ist happy. Er weiß: "Wir leben einen Traum."Gefühlt ist Hansa Spitzenreiter in der 3. Liga. Nach dem 3:0 gegen Rot-Weiß Erfurt liegen die Norddeutschen zwei Punkte hinter Braunschweig. Aber sie haben zwei Spiele weniger bestritten. Offenbach, der Dritte, hat auch schon ein Spiel mehr, aber fünf Punkte weniger. "Das konnten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwarten", sagt Stefan Beinlich (39), seit Mai vorigen Jahres Manager.19 Jahre, seit der Fußballvereinigung, hielt Hansa die Ost-Fahne hoch. Bundes- (12 Spielzeiten) oder Zweite Liga (7) ohne Rostock - undenkbar. Und doch passierte es. Unfassbar!Die Fragen nicht nur für Beinlich waren: "Wo stehen wir?" "Was ist geblieben?" "Wie geht es weiter?" Nur noch fünf Prozent der Sponsoren standen unter Vertrag. Sozusagen über Nacht war das Zweitliga-Haus zusammengestürzt. Mit einem "durchschnittlichen Drittliga-Etat" (Beinlich) von 2,9 Millionen Euro ging's wieder los.Im Handumdrehen sind sie nun dabei, diesen Unfall zu reparieren. Alles haben sie dafür umgekrempelt, in Frage gestellt und neu beantwortet. "Vorstand, Trainerteam und Mannschaft wurden auf neue Beine gestellt", so Beinlich, "es war ein kompletter Neuanfang." Mit Peter Vollmann kam ein neuer Trainer. 20 Spieler gingen, 13 neue kamen bis Ende August.Zu denen, die blieben, gehören die Fans. 14 100 feierten den 3:0-Start ins neue Jahr. Beinlich: "Die Region hat den FC Hansa im Herzen." In 19 Spielen wahrscheinlich auch wieder die Zweite Liga.------------------------------BU: Hansa-Manager Stefan Beinlich
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