Winterliche Aussichten

2019 bringt uns den Temperatursturz

Das Jahr geht mild zuende, doch danach brechen die Temperaturen ein.

Jo Studnik
Lesezeit 3 Min
Winterliche Aussichten - bald auch bei uns?

Winterliche Aussichten - bald auch bei uns?

© dpa

Der Meteorologe Bernd Hussing zeigt täglich aktualisiert die Abweichungen der Temperaturen des laufenden Monats vom langjährigen Mittel. Mehr als drei Grad ist der Dezember demnach zu mild.

Der Meteorologe Bernd Hussing zeigt täglich aktualisiert die Abweichungen der Temperaturen des laufenden Monats vom langjährigen Mittel. Mehr als drei Grad ist der Dezember demnach zu mild.

© bernd-hussing.de

Trotzdem bleibt es ungemütlich, denn zwischen Hoch Ignatius im Westen und Tief Witta im Osten strömt zu uns feuchte Meeresluft aus dem Norden. Und deshalb werden wir bis zum Jahreswechsel von der Sonne nicht mehr viel zu sehen bekommen.

Silvesterraketen im Sprühregen

Aus starker bis geschlossener Bewölkung fallen immer wieder allerlei Variationen von Niederschlägen: Sprühregen, leichter und stärkerer Regen. Lediglich am Sonntag erwartet der DWD nachmittags vor allem Richtung Norden Auflockerungen.

Diese Niederschlags-Vorhersage trifft Wetterexperte Jung (wetter.net) für die Silvesternacht: Im Süden unserer Region bleibt es trocken, zum äußersten Nordwesten hin steigt die Regenwahrscheinlichkeit.

Diese Niederschlags-Vorhersage trifft Wetterexperte Jung (wetter.net) für die Silvesternacht: Im Süden unserer Region bleibt es trocken, zum äußersten Nordwesten hin steigt die Regenwahrscheinlichkeit.

© wetter.net

Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net zeigt sich übrigens deutlich optimistischer als die Kollegen vom DWD: Er rechnet mit einer weitestgehend trockenen Silvesternacht in unserer Region - vor allem im Süden Brandenburgs.

Feuchte Aussichten für Silvester mildern die Gefahr von Bränden in der Silvesternacht. 

Feuchte Aussichten für Silvester mildern die Gefahr von Bränden in der Silvesternacht. 

© dpa-tmn

Vor allem Richtung Nordwesten - so die Prognose Jungs, wird Silvester voraussichtlich eher eine feuchtfröhliche Angelegenheit: die Silvesterraketen werden sich dort ihren Weg wohl durch Sprühregen und Regen bahnen - bei Höchstwerten bis zu sieben Grad und minimal zwei Grad in der Nacht zu Neujahr. Aus Sicht der Feuerwehr wären dies keine schlechte Aussichten, da die feuchte Witterung die Gefahr von durch Böller und Raketen ausgelöste Brände eindämmt.

Auch das leidige Thema Feinstaub durch Pulverdämpfe könnte durch die Niederschläge zum Jahreswechsel an Brisanz verlieren. Frost, da sind sich die Meteorologen einig, gibt es übrigens bis zum Jahreswechsel nicht.

Temperaturen könnten auf bis zu minus acht Grad fallen

Zu guter Letzt ein Ausblick auf das, was uns 2019 bevorsteht. Die Meteorologen erwarten bereits in der ersten Woche des neuen Jahres einen spürbaren Temperatureinbruch. Einsetzen wird dieser voraussichtlich um die Wochenmitte. Wie stark die Temperaturen sinken werden, darüber gibt es derzeit noch unterschiedliche Berechnungen: Besonders eisige Aussichten verheißen uns das europäische sowie das kanadische Wettermodell mit Tiefstwerten von bis zu minus acht Grad in unserer Region.

Interessant in dem Zusammenhang wird, wie sich die Niederschläge in der kommenden Woche verteilen: Fallen sie als Regen, steht uns eine Rutschpartie bevor, fallen sie als Schnee, könnten wir uns über Winterwunderland freuen. In jedem Fall rechnet der DWD damit, dass die Schneefallgrenze ab Wochenmitte auf 600 Meter sinkt. In der zweiten Wochenhälfte wären Schneefälle auch in tieferen Lagen möglich - wie nachhaltig dieser Wintereinbruch sein wird, muss sich allerdings erst noch zeigen. JSt 

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