"Wimmelbilder"

Panda & Co, hier wimmelt der Zoo

Zeichnerin Carolin Görtler zeigt Suchbilder mit Szenen aus dem Zoo-Alltag.

Florian Thalmann
Lesezeit 2 Min

 Das „Wimmelbuch“ des Berliner Zoo zeigt Suchbilder mit Szenen aus dem Zoo-Alltag. Bunte Welten voller Details, die nicht immer auf den ersten Blick zu sehen sind. Geschaffen wurden die kleinen Meisterwerke von Illustratorin Carolin Görtler. Die 43-jährige Kommunikationsdesignerin arbeitete als Produktionsleiterin bei einer Berliner Trickfilm-Firma, bevor sie begann, Kinderbücher zu gestalten. Sie zeichnete schon Wimmel-Bilder für die Zoologischen Gärten in Zürich und Nordhorn, nun widmete sie sich Knieriems Paradies.

Carolin Görtler zeichnete das Wimmelbuch „Zoo Berlin“.

Carolin Görtler zeichnete das Wimmelbuch „Zoo Berlin“.

© Bruno Maul

„Berlins Zoo ist unter Liebhabern der heilige Gral“, sagt sie. Der Park habe ein riesiges Renommee, eine interessante Geschichte. Als Görtler, die heute im Allgäu wohnt, von 2001 bis 2008 in Berlin lebte, besuchte sie oft den Zoo. „Ich mochte das Giraffenhaus sehr, aber den Pavianen konnte ich nicht viel abgewinnen, davon gab es so viele.“ Sie lacht. „Da muss man auch mehr zeichnen.“
In Vorbereitung des Buchprojektes lief sie Anfang des Jahres erneut durch den Park. Sie schoss 2000 Fotos aus allen Perspektiven. Denn auch wenn das Wimmel-Buch für Kinder gedacht ist, soll es doch so nah wie möglich an das Original herankommen.

Das Buch besteht aus sechs Doppelseiten mit je einer Comic-Landschaft. Vier Wochen arbeitete sie an jeder der Landschaften. Görtler baute kleine Besonderheiten ein, die vielen Betrachtern auf den ersten Blick entgehen. Den lächelnden Herrn Knieriem zum Beispiel. „Er musste natürlich auf eines der Bilder“. Auch ein echtes Berliner Geheimnis hat Görtler gelüftet – mit einem Augenzwinkern: Auf einem der Wimmelbilder heben zwei Bauarbeiter mit einem Bagger eine Grube aus, in der Schaufel des schweren Gerätes liegt die gestohlene Millionen-Goldmünze aus dem Bode-Museum. Räuber hatten den Schatz im März in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entwendet, er ist bis heute verschwunden.

„Als ich das Bild in meinem Atelier entwarf und die Bauarbeiter zeichnete, lief im Radio gerade ein Beitrag über den Raub“, so Görtler. Sogar dem Eisbären Knut, der weltweite Berühmtheit erlangte, setzte Görtler ein Denkmal, denn durch das Eisbären-Gehege tollt ein kleiner Mini-Bär. 

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