Noch einmal salzige Seeluft schnuppern, bevor es mit der Arbeit wieder losgeht. Gesine Cukrowski (49) hat den Dreh raus: Ab Montag muss die beliebte Schauspielerin und mildtätige Afrika-Aktivistin wochenlang in den Plüsch einer stickigen Berliner Probebühne eintauchen. Nur gut, dass sie kurz vorher noch mal die zündende Frische eines nordischen Meeres einsaugen durfte – mit allen Sinnen. Und so kam’s: Das 5-Sterne-Plus-Schiff MS Europa lag nahe der Nordseeinsel Sylt vor Anker. An Bord Gesine und viele prominenten Kollegen wie Gerit Kling, Nova Meierhenrich, Jan Hofer, Nina Bott und Horst Janson. Einige von ihnen traten dort beim „Poetry Award“ mit selbst geschriebenen Gedichten gegeneinander an. Am Ende war Gesine die glückliche Siegerin des diesjährigen Wettstreits auf der „Europa“.
Nur wenig später postete sie ein Strahle-Foto von sich mit Siegerpokal, ließ Fans und Freunde wissen: „So, Gedichtwettbewerb auf der MS Europa gewonnen! 4500 ¤ für die Welthungerhilfe in Karamoja und 500 ¤ gehen an SeaWatch, aus aktuellem Anlass …“
So viel aufrichtige Barmherzigkeit passt übrigens auch wunderbar zur nächsten Rolle der Schauspielerin. Am 6. August beginnen für die Komödie am Kurfürstendamm die Proben zu „Willkommen bei den Hartmanns“. Theaterchef Martin Woelffer eröffnet mit der Dramatisierung des schwer erfolgreichen Filmstoffs von Simon Verhoeven die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller-Theater. Die Premiere soll am 23. September stattfinden.
Cukrowski spielt die umtriebige Familienmama Angelika Hartmann. Weil deren Kinder längst ihr eigenes Leben leben, sehnt sie sich nach einem „Projekt“, das sie ausfüllt – und holt sich den afrikanischen Flüchtling Diallo (Quatis Tarkington) ins Haus. Ehemann Richard (Rufus Beck) und ihre Kinder (Jonathan Beck, Pia-Micaela Barucki) sind allerdings gar nicht angetan von der Aktion. Und auch die Nachbarn benehmen sich auf einmal merkwürdig unlässig. Einzig Angelikas Freundin Heike (Marion Kracht) freut sich über das neue Familienmitglied ...
Theaterchef Woelffer merkte mit Bezug auf seinen Erstling im temporären Ausweich-Theater an: „Die Diskussion der vergangenen Wochen über den Umgang mit Geflüchteten hat mich noch einmal darin bestärkt, dass wir mit der Entscheidung, die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller-Theater mit ,Willkommen bei den Hartmanns’ zu eröffnen, richtig lagen. Die guten Vorverkaufszahlen bestätigen das.“ Die Vorfreude des Ensembles natürlich auch.
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