... will er es sein. Unions rechter Verteidiger geht mit eiserner Zuversicht ins Auswärtsspiel in Fürth

Hier ist er Menz, hier ...

Sebastian Fiebrig
Lesezeit 2 Min

Berlin - Erstes Auswärtsspiel für Zweitligist 1. FC Union im neuen Jahr. Heute wollen die Eisernen die magere Auswärtsbilanz dieser Saison - nur fünf Punkte - aufpolieren. Ausgerechnet bei den spielstarken Fürthern. Als rechter Verteidiger stemmt sich dabei Christoph Menz gegen den Spielfluss der Kleeblätter. Der genauso stille wie starke Verteidiger hat den Stars bei Union eines voraus. Er hat bereits einen neuen Vertrag. Er weiß, dass seine Zukunft eisern ist.Nicht Mattuschka. Nicht Peitz. Auch nicht Benyamina. Das Eigengewächs wurde als Erster mit einer Vertragsverlängerung geadelt. Menz ist der Aufsteiger der Saison, lässt sich mittlerweile von Miroslav Kloses Berater vertreten. Und natürlich gab es Angebote von anderen Klubs. Kommt man da als junger Profi nicht ins Grübeln?Der 22-Jährige gibt eine klare Antwort, legt ein Bekenntnis ab: "Klar habe ich überlegt, etwas Neues zu probieren. Eine neue Stadt, ein neues Umfeld. Ich bin ja schon zehn Jahre hier. Aber ich fühle mich in Berlin und bei Union viel zu wohl. Hier passt es auch menschlich." Hier ist er Menz, hier will er es sein ...Und hier kann er auch seinen Wert steigern. In dieser Spielzeit zeigt er den Biss, den ihm einige im Verein lange nicht zutrauten. Doch ausgerechnet im heißen Derby gegen Hertha verdrängte er den mittlerweile aussortierten Polenz von der rechten Verteidigerposition. Ungläubig sieht er den eigenen Erfolg: "Das ist ja überhaupt die erste Saison, die ich durchspiele."Menz kann noch einen draufsetzen, wenn er auf der rechten Seite mit Paul Thomik als Traumpaar die Flügelzange komplettiert. "Vor unserer linken Seite mit Kohlmann und Parensen ziehe ich den Hut. Paul und ich harmonieren ganz gut. Eine gewisse Konstanz bei der Absprache und im Zusammenspiel ist da. Aber es gibt noch viel Luft nach oben."Bescheidener Typ, oder? Dabei zeigte er beim 2:1 über Aachen zuletzt wirklich eine Klasseleistung, sicherte nach hinten ab und brachte Druck nach vorne. Nur wird er selber nie groß darüber reden. Einziges Anzeichen für den Stolz auf den eigenen Auftritt: Der für ihn als ruhigen Typ geradezu ekstatische Jubel nach dem Schlusspfiff.Und das Indiz, dass da noch mehr kommen wird? Der Zwei-Jahres-Vertrag gilt nur für Zweite Liga und Bundesliga. Da schaut einer nach vorn - und eisern nach oben!------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com