Wieder ein Stasi-IM enttarnt? Cottbuser IHK-Präsident soll gespitzelt haben. Doch er sagt: "Zu 99,99 % bin ich mir sicher, nichts unterschrieben zu haben"

Brandenburg

Marion Klemp
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Cottbus - Ulrich Fey, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, soll Stasi-IM gewesen sein. Das behauptet das rbb-Fernsehen. Fey aber bestreitet jegliche Spitzeleien, spricht von "Vorverurteilung".Letzte Woche ließ das rbb-Magazin "Klartext" den (nun Ex-) Polizeisprecher von Cottbus, Berndt Fleischer, als Stasi-IM auffliegen. Nun legte "Brandenburg aktuell" nach, sagte, IHK-Präsident Ulrich Fey (65) war ab 1974 als "IM Köste" bei der Stasi registriert. Spitzeleien würden Akten belegen. So soll Fey einst über Kollegen, auch Ausreisewillige, im Synthesewerk Schwarzheide berichtet haben.Fey bestreitet das. "Ich bin mir zu 99,99 Prozent sicher, nie eine Verpflichtungserklärung unterschrieben zu haben", erklärte er. Dass die Stasi ihn als "Köste" führte, habe er gewusst. Denn 1974, nachdem er Leiter des Synthesewerks geworden war ("wobei ich weitere Parteilosigkeit zur Bedingung machte"), sei die Stasi auf ihn zugekommen. Fey: "Gespräche mit der Stasi habe ich nie geleugnet oder verschwiegen." Grundsätzlich abgelehnt hätte er jedoch Berichte über Personen, und Protokolle von Stasi-Leuten kenne er nicht. Die Wahl zum IHK-Präsidenten 2003 habe er angenommen, "weil ich mir selbst kein Fehlverhalten vorwerfe."------------------------------

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