Wiesbaden - Er hat gerade die 282. Folge von "Ein Fall für zwei" abgedreht und damit Horst Tapperts "Derrick"-Rekord (281. Folgen) überholt. Eigentlich könnte Claus Theo Gärtner nun mit 67 in Rente gehen. Doch "Josef Matula" denkt gar nicht dran. Die kurzen Trennungen von seiner Ehefrau (31) für die Drehtage sind für ihn ein Liebeselixier."Ich finde es gut, dass wir auch mal getrennt sind. Dann ist es umso schöner, wenn dann wieder das Wochenende kommt und wir uns wiedersehen. Ich genieße diese Lebensform", schwärmt Gärtner von seinem Nomadenleben. Gleichzeitig gesteht er, dass für ihn die Crew von "Ein Fall für zwei" seine Familie ist. Seine Maskenbildnerin arbeite seit 20 Jahren für ihn, kennt jede Falte. Genauso gehören für ihn Bänderriss, Muskelprellung und Sehnenzerrung dazu, wenn er in zu engen Jeans über zu hohe Zäune springt. "Wäre ich ein Pferd, hätte man mich längst erschossen", glaubt die Super-Spürnase. Doch mit seinen Stunts will er zeigen, dass er nicht zum alten Eisen gehört. Vor allem seiner 36 Jahre jüngeren Frau."Mal merkt man den großen Altersunterschied, mal merkt man ihn nicht", gibt Gattin Sarah zu. Die Schweizer Regieassistentin glaubt: "Claus und ich haben keine Zukunft - nur eine Gegenwart. Und die haben wir mittlerweile seit acht Jahren." Damit meint sie keine Zukunft im Sinne von anderen Paaren - die sich in jungen Jahren zusammentun, wissen: "Erst machen wir Karriere, dann denken wir über Familienplanung nach, und irgendwann werden wir gemeinsam alt." Beim Thema "alt werden" steht eines für ihren Claus fest: "Sollte ich mal ein Pflegefall werden, gehe ich lieber ins Heim, als mich von meiner Frau pflegen zu lassen." Sarah aber besteht darauf: "Claus hat mit mir seine zukünftige Krankenschwester geheiratet."Deutschlands bekanntester Detektiv hält übrigens privat nicht viel von den professionellen Schnüfflern: "Ich traue diesen Leuten nicht. Von nix eine Ahnung, aber sich wichtig vorkommen. Viele gescheiterte Existenzen."------------------------------
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