Wie Lobbyisten verhinderten, dass sie stärker zur Kasse gebeten wurden?

Pofalla und die Macht der Apotheker

CW
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Berlin - Die Gesundheitsreform ist ein Schock für alle Versicherten. Während die Kassenmitglieder ordentlich bluten müssen, gibt's an anderer Stelle Erleichterung: Wieder mal haben sich die Lobbyisten durchgesetzt.Wie der KURIER aus Kreisen der schwarz-gelben Koalition erfuhr, haben die Apothekerverbände im letzten Moment dafür gesorgt, dass sie in einem wichtigen Punkt ungeschoren bleiben. Denn ursprünglich sollten die Rabatte, den die Apotheker den Kassen pro Rezept gewähren müssen, heraufgesetzt werden. Das hätte ungefähr 200 Millionen Euro Einsparungen für das Gesundheitswesen gebracht. Die Fachpolitiker waren sich nach monatelangen Verhandlungen einig, doch dann kam der Einspruch von ganz oben - und zwar aus dem Kanzleramt, wie es heißt. Angeblich haben die Apothekerverbände bei Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) interveniert. Sie hätten darauf hingewiesen, dass man ja bereits jetzt rund 1 Milliarde Euro Rabatte an die Kassen zahlen würde, und außerdem sei man ja erst kürzlich vom Sparpaket der Regierung mit mehreren hundert Millionen Euro belastet worden. "Der Protest hatte Erfolg", sagt ein Kenner. "Das Thema war plötzlich weg vom Fenster."Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) wich der Frage nach dem Einfluss der Apotheker aus. Er sagte nur, man habe viele Vorschläge diskutiert, das "Für und Wider besprochen", und manches schließlich verworfen.------------------------------

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