Port Elizabeth - In seiner Heimat Uruguay ist er ein Nationalheld. In Spanien ist der Stürmer ein Star, seit er Atletico Madrid zum Triumph in der Europa League geschossen hat. Seit den Tagen von Südafrika aber kennt ihn die ganze Welt. Diego Forlan ist ein Gesicht dieser WM.Der 31-Jährige ist bis heute bescheiden geblieben. Er fährt noch immer sein erstes selbstgekauftes Auto, einen schäbigen Peugeot 205. Das Leben des Mannes mit der blonden Haarpracht besteht nicht nur aus Toren. Im Gegenteil.Privat gehört ein guter Teil seiner Aufmerksamkeit seiner gelähmten Schwester. Seit einem schweren Autounfall sitzt Alejandra Forlan im Rollstuhl, wurde sechs Monate lang künstlich beatmet. 2009 gründete sie mit ihrem Bruder eine Stiftung, die Jugendliche vor Gefahr im Straßenverkehr warnt. "Ich bin so stolz auf sie", erklärt Forlan und spendet jedes Jahr einen guten Teil seines üppigen Gehalts.Forlan spricht vier Sprachen fließend (Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Englisch), lernt gerade die fünfte (Französisch). Er hat Wirtschaft studiert, ist ein Mann, der über den Tellerrand hinausblickt. Ein Vorbild. Nicht nur im Fußball.------------------------------
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