Wetter

Von 27 Grad auf 5 Grad: Der Sommer verabschiedet sich nach diesem Wochenende

Tagsüber bis zu 27 Grad im Süden, nachts einstellige Werte. Im Norden zieht Regen auf, an den Küsten kommen Sturmböen. Am Dienstag endet der Sommer auch im Kalender.

Foto von Autor/Autorin: Tobias Esters
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Wolken und Sonne über einer Kleewiese: An diesem Freitag bleibt es in weiten Teilen Deutschlands ruhig, am Wochenende teilt sich das Land dann in zwei Hälften. (Symbolbild)

Wolken und Sonne über einer Kleewiese: An diesem Freitag bleibt es in weiten Teilen Deutschlands ruhig, am Wochenende teilt sich das Land dann in zwei Hälften. (Symbolbild)

© Silas Stein/dpa

Deutschland teilt sich an diesem Wochenende in zwei Hälften. Im Norden zieht Regen auf, an den Küsten erwartet der Deutsche Wetterdienst stürmische Böen, exponiert sogar Sturmböen. Im Süden setzt sich zur selben Zeit Hochdruck durch: dort scheint die Sonne, am Oberrhein steigen die Werte am Sonntag auf bis zu 27 Grad. Heute bleibt es fast überall noch ruhig.

Heute bleibt es noch ruhig

An diesem Freitag greift eine Kaltfront auf den Nordwesten und später auf die Mitte über. Die Folgen halten sich in Grenzen.

An der Küste und im Binnenland Schleswig-Holsteins nennt der Wetterdienst steife Böen bis 60 km/h, an exponierten Abschnitten der Nordseeküste und auf den Inseln vereinzelt stürmische Böen bis 70. Im Nordseeumfeld und in Schleswig-Holstein sind bis zum Vormittag kurze Gewitter mit Böen um 65 km/h nicht ausgeschlossen.

Sonst ist es wechselnd bewölkt mit längeren heiteren Abschnitten. In der Nordhälfte ziehen gebietsweise Schauer durch, südlich der Donau bleibt es weitgehend trocken. Die Höchstwerte: 17 bis 23 Grad.

Für Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen steht in den Berichten derselbe Satz: Bis Sonntagfrüh werden keine warnwürdigen Wettererscheinungen erwartet. Drei Tage ohne Warnung. Das gab es in diesem September selten.

Eine Region fällt aus dieser Ruhe heraus. Auf dem Brocken wehten schon in den Morgenstunden Sturmböen um 70 km/h aus Südwest.

Ab der Nacht zum Samstag setzt der Wind dort erneut ein und diesmal bleibt er. Der Wetterdienst kündigt anhaltende Sturmböen bis in die Nacht zum Sonntag an, dann auch schwere Sturmböen bis 95 km/h.

Blick auf den Brocken: Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands erwartet der DWD ab der Nacht zum Samstag Sturmböen, bis zur Nacht zum Sonntag steigern sie sich auf bis zu 95 km/h. (Archivbild)

Blick auf den Brocken: Auf dem höchsten Berg Norddeutschlands erwartet der DWD ab der Nacht zum Samstag Sturmböen, bis zur Nacht zum Sonntag steigern sie sich auf bis zu 95 km/h. (Archivbild)

© Schöning/IMAGO

Während es im Harz stürmt, passiert im Südwesten das Gegenteil. Zum Samstag setzt sich dort wieder Hochdruckeinfluss durch, und die Luft erwärmt sich.

Am Samstag wird es in der Südhälfte nach Auflösung örtlicher Nebelfelder heiter bis sonnig und trocken, bei 19 bis 24 Grad, am Oberrhein bis 26. In der Nordhälfte ist es zur selben Zeit stark bewölkt bis bedeckt mit gebietsweisem Regen.

Am Sonntag geht die Schere weiter auf: In der Nordhälfte liegen die Höchstwerte bei 17 bis 22 Grad, im Süden bei 20 bis 27. An den Küsten nennt die Vorhersage stürmische Böen, exponiert Sturmböen.

Nachts wird es richtig kalt

Man könnte meinen, 27 Grad am Sonntag seien noch einmal Sommer. Die Nächte sagen etwas anderes.

In der Nacht zum Samstag sinken die Tiefstwerte auf 13 bis 7 Grad, im Süden örtlich bis 5 Grad. In der Nacht zum Dienstag geht es auf 13 bis 4 Grad zurück.

Der Grund ist der Sonnenstand, der inzwischen so tief liegt, dass die Einstrahlung des Tages die zwölfstündige Nacht nicht mehr trägt. Dazu die Nebelfelder, die der Wetterdienst für Südostbayern, Oberfranken, die Oberpfalz und den Donauraum erwartet, stellenweise mit Sichtweiten unter 150 Metern.

Für Montag zeigt die Vorhersage im Norden und Nordosten Schauer und einzelne Gewitter bei 16 bis 20 Grad, im Südwesten heiter und trocken bei 19 bis 23.

Am Mittwoch beginnt der kalendarische Herbst. Der 22. September ist der letzte Tag des Sommers.

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