Es geht um Schmauchspuren, die beim Abfeuern einer Schusswaffe an den Händen haften bleiben. Direkt nach dem Mord an dem 49-jährigen Ingo W. hatten die Fahnder die beiden Söhne (16 und 18) des Mannes festgenommen, Zeugen wollten zumindest einen von ihnen kurz nach den tödlichen Schüssen am Tatort gesehen haben. Doch im Verhör widersprachen sich die Zeugen, ausreichend konzentrierte Schmauchspuren fanden sich bei einem ersten Schnelltest nicht. Deswegen hofften die Ermittler, in einem zweiten, sehr viel genaueren Test doch noch die für einen Haftbefehl dringend notwendigen Beweise in Form von Schmauchspuren an den Händen der Jungs zu finden.
Doch auch dieses Mal heißt es wieder: Fehlanzeige. So wurden die fraglichen Rückstände zwar gefunden. Allerdings in einer derart geringen Konzentration, dass sie „keinen Beweis für eine Täterschaft liefern“, so ein Ermittler. Doch entlastend ist dieses neue Gutachten keineswegs. Nach wie vor geht die Staatsanwaltschaft von einem „Motiv im familiären Umfeld aus“. Und die Söhne sind auch weiterhin die einzigen Tatverdächtigen.
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