Dieses Szenario ist durchaus realistisch, meint Dominik Jung, aber der Diplom-Meteorologe erwähnt dann doch ein bemerkenswertes Wetter-Detail: Östlich von uns in Sibirien werden gerade klamme Minustemperaturen von 50 Grad gemessen. Würden diese eisigen Luftmassen den Weg zu uns finden - stünde uns dann ein massiver Temperatursturz bevor und kämen wir dann doch noch unverhofft zu einer weißen Weihnacht?
Statt Ost-Kälte Schmuddelwetter aus dem Osten
Ein solches Szenario hält Jung für abwegig: „Die sibirische Kältepeitsche ist nicht in Sicht. Sie steckt in Sibirien fest und bewegt sich kaum von Ort und Stelle."
Statt Ost-Kälte erleben wir in den kommenden Tagen und Wochen Schmuddelwetter aus dem Westen: Ein Tief jagt das nächste, bringt uns mehr oder weniger milde Luft, Regen und Sturm. Wie lange das so weiter geht, ist nicht sicher, aber bis zum 3. Advent legt sich Wetterexperte Jung fest: Schmuddelwetter ohne Hoffnung auf Schnee, und die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass es genauso bis Weihnachten weitergeht.
„Die windige, nasse und recht milde Realität der Westwetterlage hat uns eingeholt. Daraus scheint es in den nächsten 7 Tagen auch kein Entrinnen zu geben." Mild ist dabei relativ: Bei tageweise niedrigen einstelligen Höchstwerten wird in unserer Region wenig Gemütlichkeit aufziehen. Als würde das nicht schon reichen, berechnen die Wettermodelle für die kommende Woche auch noch teils stürmische Böen. Da heißt es: dick einpacken und aufpassen, dass nicht auch noch ein Ast über unseren Köpfen abknickt.
Aber schließlich weist Wetterexperte Jung darauf hin, dass eine exakte Prognose bis Weihnachten nicht möglich ist. Bis dahin könnte sich die Wetterlage im Prinzip noch einmal komplett umstellen. Nichts, was bislang an Wetterdaten verfügbar ist, deutet auf einen radikalen Temperatursturz hin - aber völlig ausgeschlossen ist eine derartige Wetterkapriole auch nicht. Also: die Hoffnung auf weiße Weihnacht ist zurzeit reichlich blass, aber gestorben ist sie noch nicht. JSt
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