Die Diebe kamen an dem Wochenende, als sich Jünemann auf die Sendung bei Günther Jauch (57) vorbereitete. Zielgerichtet brachen sie seinen Safe aus der Wand, knackten ihn und ließen mehrere Tageseinnahmen mitgehen. Auf die Pantoffeln hatten sie es aber nicht abgesehen. „Zum Glück haben sie mir nicht den Laden verwüstet“, sagt Jünemann zum KURIER.
Das geklaute Geld holte sich Jünemann sozusagen von RTL zurück. Zweimal saß der 42-Jährige schon in der „Wer wird Millionär“-Vorrunde. Aber aller guten Dinge sind drei: Dann schaffte es der Berliner gerade mit einer Geografie-Frage auf den Kandidatenstuhl: „Das ist gar nicht mein Themengebiet. Die Bundesländer habe ich aber kurz davor mit meiner Tochter gepaukt.“
Als der Pantoffelmacher gegenüber von Jauch Platz nahm, war „der Kopf einfach nur leer“. Zudem sei er nervös gewesen: „In dem Moment hätte ich einen Joker gebraucht, um meinen Vornamen zu wissen.“
Jünemann beruhigte sich und erspielte scheinbar locker 125?000 Euro. „Hat der Jauch dir geholfen?“, wurde er danach oft gefragt. Den Eindruck hatte Jünemann nicht, „aber Jauch hat nicht versucht, mich zu irritieren“. Dann der „Hammer“, wie der 42-Jährige berichtet: „Jauch steht auf und gibt mir die Hand.“ Da ging es um eine gemeinsame Vorliebe: Jünemann will sich vom Gewinn einen Aufsitzrasenmäher kaufen. Jauch hat sich so ein Teil bereits zugelegt. Zudem soll eine Küche für die Gattin, ein neues Dach für das Haus in Panketal (Kreis Barnim) und ein Urlaub rausspringen.
Ein positives Echo bekommt Jünemann von den Kunden: „90 Prozent beziehen sich auf Jauch“, sagt der Pantoffelmacher, der durch den TV-Auftritt rund sieben Mal so viele Bestellungen wie üblich verzeichnet.
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