Diesmal stehen leitende Mitarbeiter und deutsche Großkonzerne im Fokus der Ermittlungen. Räumt endlich diesen Misthaufen aus!
Konkret geht es laut „BamS“ um verdächtige Rechnungen, die an Bosch, Siemens und Telekom-Tochter T-Systems ausgezahlt worden sind.
Die drei Firmen hatten hohe Nachforderungen gestellt, die bis zur Absage des Eröffnungstermins Mitte 2012 nahezu in voller Höhe bewilligt wurden.
Siemens erhielt 22 Millionen Euro von verlangten 22,9 Millionen Euro (96 Prozent), bei T-Systems lag die Quote sogar bei 99 Prozent.
Rechtsanwältin Elke Schaefer, die seit einem Jahr beim BER prüft, ob Gesetze und Richtlinien eingehalten werden, ist offenbar auf die Zahlungen aufmerksam geworden.
Juristen halten die Höhe der Quoten für „einmalig und verdächtig“. Sie sind jetzt den Leuten auf der Spur, die die Begleichung abgenickt haben.
Pikant ist, dass BER-Technikchef Jörg Marks (47) bis Juli 2014 für die Siemens-Arbeiten am Fluchhafen verantwortlich war.
Hartmut Mehdorn (73) überredete ihn, die Seiten zu wechseln. Weder Fluchhafen noch die genannten Konzerne wollten sich am Sonntag äußern.
Es wäre nicht der erste Fall von Schmiergeldzahlungen. Ex-BER-Prokurist Francis G. etwa soll mindestens 150.000 Euro dafür erhalten haben, damit er Nachzahlungen (65 Millionen Euro) an den inzwischen insolventen Konzern Imtech freigibt.
Ex-BER-Technikchef Jochen Großmann kassierte sogar ein Jahr Haft auf Bewährung, musste 200.000 Euro zahlen. Er hatte Planungsleistungen falsch abgerechnet, bei der Auftragsvergabe gegen Gegenleistungen für eine Firma stark gemacht.
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