4. Mai dieses Jahres. Auf einer Veranstaltung des Händlers Maximilian Herzog in Friedrichshain hält Jonitz einen Vortrag vor Vertretern der Tabakindustrie. Dabei plädiert er für Raucherzimmer in Krankenhäusern und bessere Abluftanlagen statt des bestehenden Qualmverbots in Gaststätten.
Die Volksinitiative „Frische Luft für Berlin“, die sich für ein strikteres Kippenverbot in der Hauptstadt einsetzt, ist entsetzt. Sprecher Johannes Spatz: „Ein Ärztekammerpräsident, der sich angesichts der vielen tabak- und rauchbedingten Todesfälle und Erkrankungen zum Lobbyisten der Tabakwirtschaft macht, ist nicht tragbar. Er sollte daher zurücktreten.“
Jonitz hustet was auf diese Forderung: „Das ist völliger Unsinn. Herr Spatz hält andere Meinungen nicht aus. Wenn zum Beispiel Patienten bei minus drei Grad vor Krankenhäusern in Bademänteln und Badelatschen stehen müssen, hat das mit Menschenwürde nichts zu tun.“
Jonitz raucht täglich eine Zigarre und meint genüsslich: „Es ist die Dosis, die das Gift zum Gift macht.“ Spatz kontert: „Diese abenteuerlichen Thesen sind gefährlich.“
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