Weil ein besetztes Haus geräumt wird, bangt Franz Schulz um sein Leben

Bomben-Drohung gegen Bezirksbürgermeister

Philippe Debionne
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Friedrichshain - Die Autonomen haben ein neues Feindbild: Den Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg.Franz Schulz (Grüne) bangt um sein Leben. Weil er in den Augen der Chaoten für die geplante Räumung eines besetzten Hauses in der Liebigstraße verantwortlich ist, wird ganz offen mit einem Anschlag gegen ihn gedroht.Im Internet wurde kürzlich ein Schreiben einer nicht näher beschriebenen "Autonomen Gruppe" veröffentlicht. Darin drohen die bislang unbekannten Personen Schulz. Wörtlich heißt es: "Sollte es zur Räumung der Liebig 14 kommen, darfst du Schulz, dich schon mal nach einer neuen Büroeinrichtung umsehen und schau öfter mal unter dein Auto, aber das kennst du ja bereits!" Was im Klartext bedeutet: Die Chaoten drohen dem Politiker mit einer Autobombe.Schulz selbst zeigte sich gestern über die Drohung der "Autonomen Gruppe" sehr überrascht. "Ich bin doch derjenige, der sich immer um eine Lösung bemüht hat. Die linke Szene saß sogar mit mir am runden Tisch , wo wir über das Projekt gesprochen haben", so der Bezirksbürgermeister.Die Sicherheitsbehörden nehmen die Drohung offenbar ernst. Gestern hatte Schulz einen Termin beim Berliner Landeskriminalamt.Bereits in der Nacht zum Dienstag wurde ein Molotowcocktail auf das Rathaus Friedrichshain geschleudert. Im Internet hatte sich die "Autonome Gruppe" zu dem Anschlag bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer von selbst wieder erlosch. Beamte stellten lediglich Ruß an der Hausfassade fest.------------------------------

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