Die 18-Jährige wohnt mit ihrer Familie in einer Parterre-Wohnung in Charlottenburg. Miko war Freiläufer, ging durch eine Katzen-Klappe häufig in der Nachbarschaft spazieren. 2008 kam der junge Kater von einem seiner Auflüge nicht mehr zurück. Die damals elfjährige Elena hängte wochenlang Zettel in der Nachbarschaft auf. Doch vom schwarz-weißen Kater fehlte jede Spur. Die Hoffnung der Familie schwand. „Er war immer sehr zutraulich“, erinnert sich Elena. Gut möglich, dass Miko in den letzten Jahren ein neues Zuhause gefunden hatte.
Sieben Jahre später, am ersten Weihnachtsfeiertag, als keiner in der Familie mehr damit gerechnet hatte, nun die frohe Weihnachts-Botschaft: Miko ist wieder da! Er wurde im Flur eines Mehrfamilienhauses in Kreuzberg gefunden und auf der Polizei-Direktion im Bergmannkiez abgegeben.
Die Freude bei Elena und ihrer Familie war riesig: „Ich habe ihn sofort wieder erkannt“, so die Schülerin. Dass es überhaupt zum Happy-End kam, ist einem implantierten Chip zu verdanken. Darauf waren die Daten der Familie gespeichert. Miko, der außer einem leichten Schnupfen in guter Verfassung ist, konnte nur deswegen in seinen Familienkreis zurückkehren. Und das gefiel ihm sichtbar. Zutraulich und mit lauten Schnurren begrüßte er seine alte neue Familie.
Konsequenzen in Form von Hausarrest muss der Streuner nicht fürchten. „Wir werden ihn wieder rauslassen. Er ist keine Hauskatze. Das Risiko gehen wir ein“, so die überglückliche Elena.
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