Wegwerf-Dackel Willi

Leider kein Happy End

Seine lahme Pfote muss amputiert werden ...

Susanne Dübber
Lesezeit 2 Min
Dackel Willi in Narkose für die Untersuchung, Retterin Dana Rackow (li.). Wer ihn verstoßen hat, versuchte der KURIER herauszufinden.

Dackel Willi in Narkose für die Untersuchung, Retterin Dana Rackow (li.). Wer ihn verstoßen hat, versuchte der KURIER herauszufinden.

© gudath Lizenz

So fröhlich ist der kleine süße Dackel-Mix, aber richtig laufen kann er immer noch nicht. Die rechte Pfote ist weiterhin taub.

Das etwa sieben bis zehn Jahre alte Tier kann damit nicht auftreten, humpelt, ist dadurch sehr schnell erschöpft. Vermutlich wurde Willi bei einem Autounfall verletzt.

Am Neujahrstag hatte ihn Tierarzthelferin Dana Rackow (30) blutend auf der Straße in Blumberg gefunden. Einige Minuten vorher hatte sie ihn noch unverletzt auf einem Parkplatz gesehen. Sie brachte ihn gleich ins Tierheim, wo er seitdem gepflegt wird.

Eine Untersuchung im Computertomographen bei Tierarzt Dr. Detlef Apelt (47) brachte keine Erkenntnisse. Der Fachmann vermutet, dass Nerven in Willis Körper verletzt wurden.

Je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Willi wieder richtig laufen kann.

Ganz schlimm und sehr traurig: Willi versucht immer wieder, an der lahmen Pfote zu lecken und knabbert auch mit seinen spitzen Zähnen daran.

So ein selbstkannibalistisches Verhalten könnte dazu führen, dass das Tier die eigenen Gliedmaßen mit der Zeit auffrisst!

Die Tierärzte im Tierheim setzen jetzt die Medikamente ab und beobachten genau, wie sich Willi verhält.

Tierheim-Sprecherin Beate Kaminski zum Berliner KURIER: „Zunächst versuchen wir es mit Physiotherapie – vielleicht bringt das Erfolg.“

Leider hat sich Willis Besitzer bis heute nicht gemeldet, es ist immer noch unbekannt, wo das Tier zu Hause ist.

Deshalb beginnt das Tierheim nun auch, nach einem neuen Besitzer Ausschau zu halten.

DÜBB

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