Rangnick in der Sendung „Sky90“: „Wir haben alle theoretisch als Ersatz für Marcel Halstenberg in Frage kommenden Spieler abgeklopft, auch Marvin Plattenhardt“, verriet der 59-Jährige. Nur biss er bei Hertha-Manager Michael Preetz auf Granit. „Das war finanziell deutlich oberhalb dessen, was für uns machbar gewesen wäre“, sagte Rangnick. Sprich: Es wurde verhandelt, die von Hertha geforderte Ablösesumme sei aber zu hoch gewesen.
Hertha-Manager Michael Preetz pokerte. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick (l.) hatte das Nachsehen.
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Hertha ist ein Aus- und Weiterbildungsverein
Ein Verkauf von Platte wäre ein schlechtes Signal gewesen. Der blau-weiße Kader befindet sich im Umbruch, Talente werden herangezogen, dürfen sich in der Bundesliga beweisen. Linksverteidiger Plattenhardt reifte in Berlin zum Nationalspieler. Der 25-Jährige ist unter Trainer Pal Dardai absoluter Stammspieler. Und verlängerte erst Ende September bis 2021.
Preetz betont immer, dass Hertha ein „Aus- und Weiterbildungsverein“ ist. Bei einem unmoralischen Angebot seitens RB wäre Hertha ins Grübeln geraten. Denn Preetz weiß auch, was mit einem Geldregen möglich ist: Für die 20 Mio. Euro Ablöse von Wolfsburg für Eigengewächs John Brooks kaufte er im Sommer gleich ein ganzes Quartett: Davie Selke (8,5 Mio.) Valentino Lazaro (5), Mathew Leckie (3) und Karim Rekik (2,5).
„Ich dachte, sie wollten Maxi Mittelstädt“, sagt Dardai mit einem Schmunzeln. Und bleibt gelassen, als Rangnick die Verhandlungen öffentlich machte. Das Transfer-Fenster ist eh seit 31. Januar geschlossen. Verständnis für Preetz’ Poker hat Rangnick: „Ich hätte an der Stelle der anderen Vereine auch Nein gesagt.“
Immerhin ließ er trotzdem Taten folgen: Leipzig verpflichtete mit Paul Mitchell einen neuen Scout.
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