Helfen könnte Per Skjelbred sogar, obwohl er in dieser Saison so gut wie noch gar nicht zum Zuge kam. Schelle steht für den klassischen Abräumer, der Meter macht und bei Kontern dazu in der Lage ist, die Balance im Team wieder herzustellen.
Ganze zwölf Minuten sind für den 32-Jährigen bislang in dieser Spielzeit notiert in Liga und Pokal. Im Vorjahr konnte er auf zwölf Startelf-Einsätze und vier Einwechslungen zurückblicken, war gerade in der Schlussphase der Saison enorm wichtig. Dem Norweger, der ja seinen Vertrag bei Hertha im Januar um ein Jahr verlängert hatte, war damals bewusst, dass er keinen Freifahrtschein haben würde. Egal, ob der Trainer Pal Dardai (43) oder eben jetzt Covic heißt. „Ich weiß, dass ich mich anstrengen muss. Wir haben einen harten Konkurrenzkampf gerade im Mittelfeld“, hatte der Blondschopf schon vor der Saison zugegeben.
Denkt Covic, der am Mittwoch als Zuschauer eine 0:2-Pleite „seiner“ U23 (immer noch Spitzenreiter der Regionalliga Nordost) gegen Nordhausen sah, jetzt vielleicht um? Bislang hat er ja gerade im Mittelfeld vor allem auf seine offensiv denkenden Typen Ondrej Duda (24), Marko Grujic (23) und Vladimir Darida (29) gesetzt.
Eine Frage des Systems
„Natürlich muss man auf die acht Gegentore reagieren. Da darf man als Trainer nicht so ein Egomane sein und einfach das durchziehen, was man vorher vorhatte“, ließ Covic durchblicken, dass er über Veränderungen nachdenkt. „Schelle könnte wieder mehr eine Rolle spielen“, gab Covic zu.
Die Karten werden also neu gemischt. Schon auf Schalke beim 0:3 hatte Covic zwischenzeitlich den Gedanken gehabt, umzustellen. Am System etwas zu ändern, es sich dann aber anders überlegt. Das schnelle zweite Gegentor ließ dann andere Überlegungen als Skjelbred in den Vordergrund treten. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com