Kein Reh, kein Wildschwein: Vor der Motorhaube eines 50-Jährigen stand in der Oberpfalz ein Wasserbüffel. Der Zusammenstoß ging für Mensch und Tier glimpflich aus – doch danach wollte die Büffelkuh partout nicht nach Hause.
Wasserbüffel läuft auf die Kreisstraße bei Hahnbach
Der Autofahrer war zum Start ins Wochenende auf einer Kreisstraße bei Hahnbach im Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern unterwegs, als das Tier plötzlich vor ihm auf der Fahrbahn stand. Bremsen konnte der 50-Jährige nicht mehr, es kam zum Zusammenstoß.
Verletzt wurde niemand, wie die Polizei berichtet. Auch der Wasserbüffel nicht, der sich als Büffelkuh herausstellte – die türmte und lief in ein angrenzendes Feld. Die alarmierte Feuerwehr sperrte die Straße ab.
Warum die Büffelkuh nicht ins Gehege zurückwollte
Der Wasserbüffel-Halter kam zur Unfallstelle und versuchte, sein Tier anzulocken. Vergeblich: Die Kuh hatte ihr Kalb in der Nähe abgelegt und dachte nicht daran, ohne den Nachwuchs zu gehen.
Mit einer Drohne suchte daraufhin der Halter das Umfeld ab und fand das Jungtier. Anschließend marschierten Mutter und Kalb gemeinsam zurück ins Gehege.
Ob das Auto noch fahrtüchtig war, wurde nicht berichtet. Nur dass am Wagen ein Schaden von 4000 Euro entstanden war.
Wasserbüffel in Deutschland
Wasserbüffel stammen aus Asien und wurden dort vor rund 6000 Jahren domestiziert. Auf deutschen Weiden sind sei weit seltener als Rinder, aber längst keine Exoten mehr. Gehalten werden Wasserbüffel hierzulande vor allem als Landschaftspfleger.
Eine kleine Herde Wasserbüffel steht auf einer Feuchtwiese im Landschaftspark Rudow-Altglienicke bei Schönefeld.
© Michael Bahlo / dpa
Ihre breiten Klauen tragen Wasserbüffel über sumpfigen Boden, auf dem Maschinen versinken, und sie fressen Schilf und Gestrüpp, das andere Weidetiere stehen lassen. Nebenbei liefern sie Fleisch und Milch – aus Büffelmilch wird der originale Mozzarella.
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