Was wurde aus den Party-Helden?

Reich durch die Love-Parade

Alles begann auf dem Kudamm mit 150 Leuten, ein paar Boxen auf zwei Pritschenwagen und endete 2010 mit der Katastrophe von Duisburg (21 Tote bei einer Massenpanik). Am 1. Juli vor 25 Jahren wurde in Berlin die erste „Love Parade“ gefeiert.

Stefan Henseke
Lesezeit 3 Min

© Lizenz

Alles begann auf dem Kudamm mit 150 Leuten, ein paar Boxen auf zwei Pritschenwagen und endete 2010 mit der Katastrophe von Duisburg (21 Tote bei einer Massenpanik). Am 1. Juli vor 25 Jahren wurde in Berlin die erste „Love Parade“ gefeiert. Bis 2006 tanzten jedes Jahr im Juli Hunderttausende Technofans durch die Hauptstadt. KURIER fragte nach, was aus den Berliner Techno-Helden geworden ist.

Raver bei der Loveparade 2006 in Berlin.

Raver bei der Loveparade 2006 in Berlin.

© imago Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© dpa Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa Lizenz

© Lizenz

© dpa Lizenz

© dpa/dpaweb Lizenz

© AP Lizenz

Aushängeschild der Berliner „Love Parade“ war Dr. Motte, Initiator des ersten Umzuges. Dr. Motte (53, eigentlich Matthias Roeingh), gelernter Betonbauer, baut immer noch an Technobeats herum, lebt von seinem Namen und tingelt über die Dörfer.

Motte versteht sich als Erbe des guten „Love Parade“-Geistes. Wie immer feiert er am 2. Juli-Wochenende eine Party in Berlin: Am 12. Juli bittet er zu „Dr. Mottes Birthday Celebration“ in den Suicide Club. Tingel-Tangel-Queen ist Marusha (47, „Somewhere over the rainbow“). Ab und zu kommt eine neue Platte raus. Ihr nächster Auftritt: am 3. Oktober beim Oberlausitzer Oktoberfest.

Reich durch Bumm-Bumm sind zwei andere DJs geworden. Westbam (49) hat heute ein Haus am noblen Kollwitzplatz, arbeitet mit Kanye West, Iggy Pop und Placebo. Und Paul van Dyk (42) zählt zu den bestbezahlten DJs der Welt. Er fliegt First-Class um den Globus (800 Flugstunden pro Jahr) und kassiert pro Auftritt (120 pro Jahr) bis zu 30 000 Euro.

In den Schatten gestellt wird er aber durch Andreas Scheuermann (57), neben Ralf Regitz (starb 2011) einer der Gesellschafter der Love Parade Berlin GmbH. Der Jurist ist heute Professor, geschäftsführender Gesellschafter und Miteigentümer von Brainpool TV (TV Total, Schlag den Raab, Stromberg). Gewinn 2012: 16 Mio. Euro.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema