Was will der Schlächter in Haiti?

"Baby Doc" zurück

BK
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Port-au Prince - Als hätte diese Land nicht schon genug zu leiden. Aus einer Air-France Maschine stieg jetzt tatsächlich Jean-Claude Duvalier (59), bekannter unter dem Namen "Baby Doc". Er war 25 Jahre an der Cote d'Azur in Frankreich im Exil, musste Haiti nach seiner Blutherrschaft verlassen."Ich bin gekommen, um zu helfen" gaukelte "Baby Doc" den Anwesenden vor. Grund für die Rückkehr des Inhabers eines Diplomatenpasses war angeblich das Erdbeben vom Januar 2010 mit 250000 Toten. Seine Geliebte Veronique Roy: "Das war der Auslöser. Wir haben die Bilder im Fernsehen gesehen.""Baby Doc" war nach dem Tod seines Vaters Francois 1971 mit 19 Jahren das jüngste Staatsoberhaupt der Welt geworden. Unter der Herrschaft des "Schlächters von Port-au-Prince" verschwanden Tausende oder wurden getötet.1986 musste "Baby Doc" - auch auf Druck der USA - das Land verlassen. Nach Angaben der Behörden von Haiti hat er mindestens 100 Millionen Dollar ins Ausland geschleust.In Frankreich lebte der Ex-Diktator noch eine Weile in Saus und Braus, soll aber im Laufe der Jahre verarmt sein. Seine Schweizer Konten wurden gesperrt. Dort liegen noch 5,4 Millionen Euro, die demnächst zurück nach Haiti transferiert werden sollen.2007 bat "Baby Doc" sein Volk "um Entschuldigung". Experten glauben nun, dass er das politische Vakuum auf Haiti nutzen will, um wieder die Macht an sich zu reißen. Gespenstisch: Hunderte feierten ihn bereits am Flughafen.------------------------------

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