Wer sich am Freitagabend noch ins Fäustchen gelacht hatte angesichts des 1:4 von Lok Leipzig bei Viktoria, dem verging das Lachen am Sonnabend. Denn Dynamo setze mit dem 0:5 (0:2) gegen Halberstadt noch einen drauf.
„Ich kann mich nicht daran erinnern, schon jemals zu Hause mit fünf Toren Unterschied verloren zu haben“, flüsterte BFC-Kapitän Bilal Cubukcu fast leise. „Ich bin so wütend, ich könnte auf alles einschlagen“, meinte der Mittelfeldspieler und ergänzte: „Wir standen gar nicht au dem Platz.“
Nicht auf dem Feld? Hitzefrei genommen, oder was? Dürfte eigentlich keine Erklärung sein. „Die hatten doch dieselben Bedingungen wie wir. Ich versteh das nicht. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da lief heute gar nichts. Mir fehlen echt die Worte“, war auch Abwehrchef Patrick Brendel ratlos.
Doppelschlag vor der Pause
Mit einem Doppelschlag vor der Pause durch Boltze (32.) und Michel (34.) zog Germania den Hausherren den Zahn Selbst die Tatsache, dass Bernhard Hendl nach acht Minuten einen völlig unberechtigten Elfer pariert hatte – Brendel und Kuhnhold waren mit den Köpfen zusammengerasselt – brachte Dynamo keinen Auftrieb.
In Hälfte zwei wurde die aus Gästesicht drohende Gefahr einer Aufholjagd zum Entsetzen der 542 Besucher im Jahnsportpark durch den zweiten Treffer von Michel (58.) rasch erledigt. Die weiteren Buden von Blume (81.) und Korsch (88.) erklärten sich auch durch eine viertelstündige Unterzahl der Weinrot-Weißen. Mateusz Lewandwoski klagte eine Viertelstunde vor Schluss über Schwindelgefühle und Sehstörungen, nachdem er ebenfalls einen Zusammenstoß mit einem Halberstädter Schädel gehabt hatte.
Der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung lag nahe. So nahm Renè Rydlewicz ihn vorsichtshalber raus, musste aber die Partie zu Zehnt fortsetzen lassen, weil das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft worden war.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com