Berlin - Er läuft und trifft und trifft und läuft. Wie mopsfidel ein Eisbär nur sein kann - Steve Walker zeigt es jeden Tag. Dabei ist der Kanadier längst ein Eishockey-Opa. Seinen 38. Geburtstag feiert er heute. Glückwunsch! Respekt! So kurz vor der Rente staunen die Fans und jubeln ihrem Meister-Helden zu: Was erlauben Walker!Je oller, desto doller! Vier Tore in den vergangenen fünf Spielen. Den Sieg-Penalty jüngst in München versenkt. Es ist, als ob der Kanadier, der seine Karriere eigentlich schon beendet hatte und erst im November aus dem Ruhestand erneut seine Flitzer anzog, nie weggewesen wäre aus Hohenschönhausen.Irgendwie ist er aus dem fernen Ontario zurück in seine sportliche Heimat gekommen. "Diese Jungs, diese Mannschaft, diese Stadt sind mir ans Herz gewachsen", sagt er. "Ich habe Lust auf das alles. Es macht mir viel Spaß."Allen anderen erst recht. Denn es scheint, als hätte Walker den Erfolg zurückgebracht. Mit ihm sind die Eisbären erstmals in dieser Saison an die Tabellenspitze gestürmt. Doch da flitzt bei ihm der Puck plötzlich flach übers Eis: "Ach nein, das liegt doch nicht an mir. Alle Jungs sind gut drauf, sie machen ihre Sache toll."Ohne ihn würde es aber manchem seiner Babys nicht so gut gelingen. Umso mehr staunt Walker über "die jungen Kerle, die Tag für Tag zeigen, was sie können. Laurin Braun und Dominik Bielke haben es drauf". Dabei könnten sie mit 20 (Bielke) und 19 (Braun) seine Kinder sein.Davon hat Walker jedoch schon genug. Noah, Benjamin und Seth Isiah sind bei Mama Delia zu Hause. Deshalb zieht es Papa Steve nach der Saison endgültig zurück nach Kanada. Bis dahin - am Ende hoffentlich mit seinem fünften Meistertitel - wollen die Fans noch Spiel für Spiel über ihren Oldie mit offenen Mündern staunen: Was erlauben Walker!------------------------------
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