Was BB als Firmenchef in den Sand setzte

Viele Pleiten statt neuer Pokale

BK
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Jetzt wird Becker Geschäftsmann - das ist das bestimmende Thema in den Medien vier Wochen vor seinem letzten Schlag auf dem Centre Court. Zusammen mit Hans-Dieter Cleven hatte das Tennis-Idol seine erste eigene Firma gegründet, die über das Leben als Sportler hinausging: die Völkl Tennis GmbH.Ab sofort wird Becker nicht mehr als Sportler wahrgenommen - die Erfolge sind eh seit langem ausgeblieben -, sondern als Unternehmer. Nur dass der einstige Star auf dem Rasen sein Leben nicht von heute auf morgen umzustellen vermag.Was er früher mit einem Tennisschlag regeln kann, erfordert nun eine Vielzahl von Meetings, Konzepten und Präsentationen. Zwar laufen die Geschäfte seiner drei Autohäuser in Mecklenburg-Vorpommern gut. Die hat er aber auch sicherheitshalber von Profis leiten lassen.Während die Autohäuser und die Völkl Tennis GmbH bis heute existieren, musste Becker bei einigen anderen Projekten herbe Niederlagen einstecken. Seine Sportler-Agentur Boris Becker Marketing (BBM) sollte 1998 noch als Grundstein für das Leben nach dem Sport dienen - Betrieb eingestellt. Genau wie bei der supranationalen Variante Boris Becker International (BBI).Die New Food AG, über die Becker Ökoprodukte via Internet verkaufen wollte - pleite.Die Firma Pro Sport AG, die Beckers Sportbekleidungskollektion vermarkten sollte - ebenfalls pleite.Zwischendurch versucht sich Becker beim DSF als Moderator seiner eigenen Sendung "Becker 1:1". Es dauert nicht lange, da ist auch dieses Projekt wieder auf Eis gelegt. Zu wenig Zuschauer.Die größte Pleite setzt es für den Geschäftsmann Becker mit seinem Internetportal "Sportgate". Im Sommer 2000 gegründet, soll es als Schaltzentrale für den Deutschen Sportbund und seine 27 Millionen Mitglieder dienen. Becker zahlt seinen Anteil nicht mit Geld, sondern mit seinem Namen und tritt als Werbefigur auf. Nicht lange. Nach knapp einem Jahr ist die Firma insolvent.Zu dumm, das Becker Mitbegründer Paulus Neef schriftlich zugesichert hat, etwaige Sportgate-Verluste auszugleichen. Obwohl er die Gültigkeit des Papiers lange bestreitet, muss Becker 2007 rund 108000 Euro an den Insolvenzverwalter blechen. Das Ermittlungsverfahren wegen versuchten Prozessbetrugs wird gegen eine Geldauflage von 40000 Euro eingestellt.------------------------------BU: Sportgate ging vor dem Börsengang Pleite.

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